"Parallelen zwischen Pinocchio und der Bibel"

Der italienische Oscar-Preisträger Roberto Benigni ("Das Leben ist schön") hat sich in sein bisher größtes Abenteuer gestürzt. Für rund 45 Millionen Dollar – der teuerste je in Italien produzierte Film – wird er das legendäre Märchen "Pinocchio" als Realfilmversion erneut auf die Leinwand bringen.
Die Titelrolle hat das stets fröhliche Multitalent selbst übernommen, seine Frau Nicoletta Braschi ist ebenfalls mit von der Partie. Für die Dreharbeiten in der Nähe der Kleinstadt Pignone wurde eigens eine ehemalige Chemiefabrik zu einem Studio umgebaut. Doch für die Presse war der Set hermetisch abgesperrt. Nur, wer im Auftrag des Herrn unterwegs war, wurde bis zu Meister Benigni vorgelassen.
Bischof segnete Filmset
So war Monsignor Vincenzo Pagila, der Bischoff von Terni, zugegen, um den Drehort zu segnen. Für Roberto offensichtlich eine wichtige Geste: "Ich habe viele Ähnlichkeiten zwischen der Geschichte Pinocchios und der Bibel entdeckt", wurde der schauspielernde Regisseur anschließend zitiert. "Ich habe viel religiöse Inspiration in 'Das Leben ist schön' einbringen können. Ich hoffe, mit 'Pinocchio' wird mir dieses auch gelingen."
Lange Nase: aus Latex oder digital?
Ob man die über "Pinocchios" Lügen wachsende Nase digital in die Länge schießen lassen wird, Roberto Benigni mit einem riesigen Latex-Riechkolben herumlaufen muss oder dieser Teil der Legende eher metaphorisch umgesetzt werden soll, war bisher noch nicht zu erfahren. Sicher ist hingegen die Planung für den Kinostart des Films. Ende 2002 soll es soweit sein.
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