Der berühmteste Österreicher in Hollywood

Wilder's beste Zitate: Slideshow
Und die Rede ist hier nicht etwa von Arnold Schwarzenegger. Denn der Kino-Legende, dem Regisseur und Drehbuchschreiber Billy Wilder gelang, was bisher selbst Arnie verwehrt blieb. Mit sieben Oscars, bei 21 Nominierungen, wurde das heutige Geburtstagskind ausgezeichnet. Von den dreißiger bis in die achtziger Jahre arbeitete der Filmschaffende österreichischer Herkunft mit allen großen Stars, wie etwa Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Walter Matthau, Jack Lemmon oder Marlene Dietrich.
Im November des vergangenen Jahres war Wilder in Beverly Hills die Ehrenbürgerschaft der Bundeshauptstadt Wien überreicht worden. Aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes dürfte jedoch sein 95. Geburtstag nicht Gegenstand rauschender Feierlichkeiten werden: "Es wird heuer sehr ruhig bleiben", sagte ein Sprecher Wilders.
Wilder, der in Beverly Hills lebt, erhielt im Jahr 1983 den großen Österreichischen Staatspreis für Filmkunst. Im Vorjahr wurde er, der einmal bemerkt hatte "Auszeichnungen sind wie Hämorhoiden, irgendwann kriegt sie jeder Arsch", nicht nur mit der Wiener Ehrenbürgerwürde und der goldenen Ehrenmedaille der Wiener Universität für Musik und Darstellende Kunst geehrt, sondern auch mit dem höchsten Orden der Bundesrepublik Deutschland, dem Bundesverdienstkreuz.
Wiener Kindheit
Billy Wilder wurde als Samuel Wilder am 22. Juni 1906 in Sucha bei Krakau geboren. Er wuchs in Wien auf, besuchte hier auch die Volks- und Mittelschule und begann seine Laufbahn als Journalist. In Berlin hat Wilder bei seiner Mitarbeit am Drehbuch für den Stummfilm "Menschen am Sonntag" (1929) ersten intensiven Kontakt zum Film gefunden. 1933 emigrierte er zunächst nach Frankreich und von dort nach Amerika.
Ersten Ruhm als Regisseur errang Wilder 1943 mit dem Kriminalfilm "Frau ohne Gewissen". Sein "Sunset Boulevard" von 1949 mit Gloria Swanson, William Holden und Erich von Stroheim "verdient mit Recht seinen Platz als einer der besten Filme, die je gemacht wurden", wie es in einem amerikanischen Filmführer heißt.
Wilder lieferte in den folgenden Jahren immer neue Überraschungen und Welterfolge. Reporter des Satans" von 1950 prangerte, selbst als Reißer mit Kirk Douglas in der Hauptrolle angelegt, den Sensationsjournalismus an. "Stalag 17" von 1952 brachten dem Hauptdarsteller William Holden den "Oscar".
Seine schönsten Erfolge
Zwei der schönsten Filme mit Audrey Hepburn hat Wilder gemacht: "Ariane - Liebe am Nachmittag" (1956) mit Gary Cooper und Maurice Chevalier, und "Sabrina" (1953), in dem Hepburn eine Chauffeurstochter spielt, um welche die Millionäre Humphrey Bogart und William Holden kämpfen.
Er filmte mit den größten Stars
Noch erfolgreicher waren seine beiden Filme mit Marilyn Monroe - "Das verflixte siebente Jahr" (1954) und "Manche mögen's heiß" (1958), im Jahr 2000 von Kinoexperten zum lustigsten US-Film aller Zeiten gekürt. Mit Shirley MacLaine drehte er "The Apartment" (1959/60) und erhielt drei Oscars allein dafür, sowie "Irma La Douce" (1962/63), ebenfalls Kassenschlager in vielen Ländern und von den Kritikern bejubelt.
Mit "Zeugin der Anklage" (1957) mit Marlene Dietrich und Charles Laughton in den Hauptrollen schuf Wilder den "vielleicht besten Hitchcock" - auch nach Meinung vieler Verehrer des Krimi-Großmeisters. Mit "The Front Page" (besser bekannt als "Extrablatt") landete er mit dem kongenialen Schauspielerpaar Walter Matthau und Jack Lemmon 1973 noch einmal einen Film-Hit - etwas, was ihm mit "Fedora" (1978) und "Buddy, Buddy" (1981) nicht mehr vergönnt war.
Dalai Lama in Österreich14:23
China ist sauerTreffen mit dem Dalai Lama "schwere Einmischung in die inneren Angelenheiten"
Familiendrama in St. Pölten11:25
Bub ringt mit dem TodKlinik: Zustand nach Kopfschuss "sehr, sehr kritisch". Scheidung als Auslöser der Bluttat?
Grand Prix von Monaco13:45
Abbruch in Monte CarloNach Maldonado-Unfall wird das dritte Training vier Minuten früher beendet

