Diskussion um Nachfolge is in gang

Der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker steht nach eigenen Worten nicht als Nachfolger von EZB-Präsident Wim Duisenberg zur Verfügung. Damit scheint klar, dass eine Nachfolger-Diskussion bereits rege in Gang ist.
Juncker bestätigte am Donnerstag in Frankfurt, auf eine mögliche Nachfolge angesprochen worden zu sein, sagte aber nicht von wem.
Juncker deutete damit an, dass hinter den Kulissen die Diskussion um die Nachfolge Duisenbergs bereits begonnen haben könnte, und dass Frankreichs Notenbankpräsident Jean-Claude Trichet offenbar nicht der einzige Kandidat für den Posten ist. Auf die Frage, ob er darauf vorbereitet sei, die Nachfolge Duisenbergs anzutreten, sagte Juncker: "Nein, das bin ich nicht."
Duisenberg hatte in dieser Woche in einem Zeitungsinterview gesagt, er werde wegen seines Alters voraussichtlich nicht die gesamte Amtszeit von acht Jahren zur Verfügung stehen. Über einen vorzeitigen Rücktritt entscheide er aber ganz alleine. Duisenbergs Amtszeit läuft noch bis 2006.
"Ich bin der Auffassung, dass Duisenberg nicht am Ende seiner Amtszeit angekommen ist", sagte Juncker. Eine Nachfolge-Diskussion sei deshalb nicht opportun und zu früh. Auf die Frage, warum er nicht Duisenbergs Nachfolger werden wolle, antwortete der luxemburgische Regierungschef: "Auch der zweite EZB-Präsident sollte nicht aus der Politik kommen." Die politische Unabhängigkeit der EZB müsse nachhaltig betont und nicht durch einen Präsidenten mit politischen Hintergrund werden.
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