Mittwoch, 27. Juni 2001

Engpass ist vorüber

Österreichs Autofahrer dürfen im heurigen Sommer mit voraussichtlich moderaten Benzinpreisen rechnen. Energie-Broker Johannes Benigni erwartet im Verlauf des Sommers ein eher mäßiges Preisniveau bei Treibstoffen.

Erst gegen Sommerende - mit Beginn der Heizölsaison - könnten die Preise wieder steigen, so der Wiener Energiebroker Johannes Benigni.

Nachdem die USA zu Jahresbeginn auf Grund eines massiven Treibstoffengpasses große Mengen aus dem europäischen Markt abgezogen hätten, seien die US-Lagerbestände nun auf einem komfortablen Niveau. .

Unsicherheitsfaktor Irak
Einziger Unsicherheitsfaktor sei derzeit die politische Situation im Nahen Osten. Der Irak hat bereits vor mehreren Wochen seine Lieferungen gestoppt. Noch sei dies in den Preisen nicht schlagend geworden. Sollte der Irak jedoch in den nächsten Wochen nachhaltig Erdöllieferungen verweigern, könnte der politische Faktor wieder schlagend werden. Die Preise würden dann noch während des Sommers wieder anziehen, so Benigni.

Diesel noch nicht billiger
Vorerst hat die OMV aber am Sonntagabend ihre Treibstoffpreise gesenkt. BP und Shell haben am Montag nachgezogen. Nach der Preissenkung kostet ein Liter Eurosuper an Österreichs Bedienungstankstellen nach Steuern nun 13,85 S, ein Liter Normalbenzin 13,65 S und ein Liter Super Plus 14,75 S. Bei Diesel ist der Höchstpreis mit 11,50 S unverändert geblieben.

Preise über dem EU-Durschnitt
Im europäischen Nettopreisvergleich befinden sich die heimischen Benzinpreise dennoch deutlich über dem EU-Durchschnittsniveau. Nach der jüngsten Erhebung der EU-Kommission lagen die österreichischen Nettopreise für Eurosuper zuletzt 41 Groschen über dem EU-Mittel. Bei Diesel betrug der Netto-Preisabstand 25 Groschen.

27.6.2001 10:14