Kurzarbeit vom Tisch

Das niederösterreichische Semperit-Reifenwerk muss nun definitiv ab Mitte August 270 Mitarbeiter abbauen. Der Betriebsrat kämpfte darum, die Kündigungen durch Kurzarbeit zu verhindern.
"Damit ist für die Lkw-Reifen das worst case-Szenario eingetroffen", meinte Semperit-Betriebsbratschef Alfred Artmäuer. Bei den Pkw-Reifen stehe diese "im Raum".
Gemäß den nach wie vor aktuellen Planungen sollen im kommenden Jahr in Traiskirchen lediglich 1 Million Pkw-Reifen konventionell produziert werden - nach geplanten 2 Millionen im heurigen Jahr. "Auch diese Zahl könnte heuer aber noch um 200.000 bis 300.000 Stück gekürzt werden", so Artmäuer.
Die anstehenden 270 Kündigungen bzw. "freiwilligen" Abgänge sollen nach dem Ende des Betriebsurlaubs in Traiskirchen Mitte August erfolgen.
Conti schließt Abgabe der Marke Semperit aus
Noch keine offizielle Rückmeldung gibt es seitens der Kapitalvertreter auf das Angebot der Belegschaftsvertreter, sich auf die Suche nach neuen Eigentümern für das Werk in Traiskirchen zu machen.
Semperit Aufsichtsratschef Hans-Joachim Nikolin habe erklärt, er müsse diesbezüglich noch einmal Rücksprache mit seinem Vorstandskollegen, Konzernchef Stephan Kessel halten. Eine Abgabe der Marke Semperit habe Nikolin aber ausgeschlossen.
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