Aber "inhaltliche Annäherungen und Kompromisse"

Ausgerechnet zur Haupturlaubszeit stehen die Zeichen bei Lauda Air und Tyrolian auf Streik. Die Gewerkschaft hat bereits Grünes Licht gegeben. Keine Einigung, brachte am Mittwochnachmittag eine weitere Verhandlungsrunde für einen Kollektivvertrag (KV) für das fliegende Personal der Lauda Air.
Nach Mitteilung des Lauda Air-Managements konnten in arbeitsrechtlichen Fragen jedoch "inhaltliche Annäherungen und Kompromisse" erzielt werden. Die Klärung noch offener Punkte werde in 2 Arbeitsgruppen erfolgen. Als nächste Verhandlungstermine wurden der 4. und 5. Juli 2001 vereinbart.
Die Geschäftsführung der Lauda Air hält allerdings die Vorbereitung von Kampfmaßnahmen durch die Vertreter des fliegenden Personals während laufender Verhandlungen "für unangemessen und hat ihr Unverständnis darüber heute deutlich zum Ausdruck gebracht", wie es in der Mitteilung am Abend hieß.
Lauda Air: 452 Millionen Verlust eingeflogen
Die mittlerweile mehrheitlich der AUA gehörende Lauda Air Luftfahrt AG hat von Jänner bis Mai 2001 451,7 Mill. S (32,8 Mill. Euro) Verlust eingeflogen. Damit lag der Fehlbetrag um fast 100 Millionen Schilling hinter dem budgetierten Wert (-354,4 Mill. S). Dies gab die Lauda Air am Dienstagnachmittag in einer ad-hoc-Mitteilung rund um die zur Zeit laufende Hauptversammlung (HV) bekannt.
Noch drastischer war die Budgetabweichung der Lauda Air bis Mai 2001 beim Nettoverlust. Im Net Profit ergab sich nach fünf Monaten ein Verlust von 395,3 Mill. S, im Budgetplan waren "nur" minus 47,8 Mill. S vorgesehen gewesen, was einer Abweichung um 347,5 Mill. S entspricht.
Das Gesamtergebnis sei durch Bewertungen von Fremdwährungspositionen und noch nicht realisierte Flugzeugverkäufe belastet, hieß es. Der Vorstand verwies aber auf eine günstigere Kursentwicklung des US-Dollar im Juni 2001. Der Abschluss der Flugzeugtransaktionen (Veräußerung von Sachanlagevermögen) werde für das 3. und 4. Quartal 2001 erwartet.
Das Betriebsergebnis vor Steuern und "Exceptionals" (EBIT) der Lauda Air belief sich von Jänner bis Mai 2001 auf minus 409,5 Mill. S und war damit um 98,7 Mill. S schlechter als erwartet, hieß es in der ad-hoc-Aussendung weiter.
Die Betriebsleistung lag mit 2,711 Mrd. S nur geringfügig unter dem budgetierten Wert von 2,757 Mrd. S
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