Dienstag, 26. Juni 2001

Umsatz überstieg 16 Mrd. Schilling-Grenze

Das Spielfieber der Österreicher bescherte der Lotterie GmbH ein Rekordergebnis für das Jahr 2000: Mit einem Umsatz von 16,1 Mrd. S (plus 7,4 Prozent gegenüber 1999) konnte das Rekordjahr 1998 übertroffen werden.

Das berichtete Lotterien-Geschäftsführer und Casinos Austria-General Leo Wallner in der Bilanzpressekonferenz. Auch bei den Gewinnen gab es einen Rekord: In Summe wurden im Vorjahr 7,3 Mrd. S (531 Mill. Euro) ausgezahlt. Der Finanzminister erhielt von den Lotterien 5,6 Mrd. S, auch dies ist der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Im ersten Halbjahr 2001 setzte sich diese Trends fort.

Österreicher spielen um 38,30 S pro Woche
Der durchschnittliche Einsatz der Österreicher für die Spiele der Österreichischen Lotterien lag bei 38,30 S pro Woche. Österreich liege damit im EU-Vergleich an siebenter Stelle hinter Spanien, Finnland, Italien, Schweden, Dänemark und Griechenland. Weniger gespielt wird beispielsweise in Großbritannien, Frankreich, Deutschland oder Belgien.

Als Gründe für das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens nannte Wallner heute u.a. die Preiserhöhungen bei Lotto und Toto, die neue Gestaltung der Klassenlotterie sowie die "Massierung von Jackpots". So habe es im Dezember im Lotto zum dritten Mal einen Dreifachjackpot mit einer Sechser-Gewinnsumme von mehr als 100 Mill. S gegeben.

Lottotipp kostet ab 2002 0,75 Euro
Mit der Euro-Bargeld-Einführung per 1. Jänner 2002 wird der Lottotipp 0,75 Euro (10,32 S) kosten, statt bisher 10 S, der Joker 1 Euro (13,76 S statt 15 S).

Pro Wettschein werden in Hinkunft drei Joker angekreuzt werden können, gezogen wird aber weiterhin nur eine Joker-Zahlenkombination, kündigte Lotterien-Geschäftsführer Leo Wallner am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz an. Für einen vollständig ausgefüllten Lottoschein (zwölf Lottotipps plus Joker) wird man ab kommenden Jahr 10 Euro (137,6 S) zahlen.

26.6.2001 14:22