Montag, 25. Juni 2001

"Haushaltsübliche Mengen" als Richtgröße

Euro-Umfrage
Eurorechner

Österreichs Großbanken wollen dabei bleiben: Wenn im Jänner 2002 der Euro den Schilling auch als Bargeld ersetzt, werden die österreichischen Banken Schilling-Barbeträge in "Haushaltsmengen" während der dualen Phase (bis zum 28. Februar) spesenfrei in Euro umtauschen.

Und zwar unabhängig, ob der/die Tauschwillige ein Konto bei dem betreffenden Institut hat oder nicht.

Man werde keinen Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkunden machen, sagten Sprecher der Erste Bank-Gruppe sowie der Bank Austria/CA-Gruppe am Montag.

Deutsche Banken verrechnen Gebühren
In Deutschland hatten dieser Tage die Postbank und die Commerzbank Aufsehen erregt, weil sie ankündigten, dass Fremdkunden bei ihnen eine Gebühr beim DM- auf Euro-Umtausch werden entrichten müssen.

Eine Unterscheidung beim Schilling-Bargeldumtausch in Österreich - als dezidierte Gratismenge wurden zunächst 50.000 S genannt - nach Eigen- und Fremdkunden wäre aufwendig und zudem ziemlich unpopulär ("das wäre ein gemütlicher Platz in den Nesseln"), hieß es heute bei den großen Austro-Banken.

Bei Eigenkunden werde man, wenn es bewährte und enge Bindungen gibt, auch nicht bei 50.000 S aufhören. Es sollte nur die "Gratis"-Dienstleistung nicht missbraucht werden. Für den gebührenfreien Umtausch in jeder Bargeldhöhe stehen nach dem 28. Februar die Zweigstellen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zur Verfügung.

25.6.2001 14:40