Dienstag, 26. Juni 2001

SPEZIAL: DER EURO KOMMT AM 1. 1. 2002

Euro-Umfrage
Eurorechner

Die Euro-Info-Kampagnen greifen langsam: Immer mehr Menschen in der Eurozone wissen, was ein Euro wert ist, und ab wann das Bargeld in Umlauf kommt - aber nur knapp mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) fühlt sich wirklich gut informiert.

Erstmals gab im Mai eine Mehrheit an, dass der Euro für sie mehr Vor- als Nachteile bringen werde. Bei nur mehr 200 Tagen bis zur Einführung des Bargeldes bleibe aber trotzdem noch viel zu tun, heißt es in einer Mitteilung der EU-Kommission über den Wissensstand der 306 Millionen Eurobürger im Mai. Denn nur knapp mehr als die Hälfte der befragten (52 Prozent) fühlte sich gut informiert.

Auch glaube immer noch eine Mehrheit, dass die alten nationalen Währungen länger in Umlauf bleiben, als tatsächlich geplant ist. Rund 22 Prozent wussten über die Phase der doppelten Währung überhaupt nichts. Dafür waren sich gut 80 Prozent bewusst, dass das neue Geld 2002 kommt, 61 Prozent konnten sogar den 1. Jänner 2002 als Beginndatum richtig nennen.

61 Prozent aller Befragten konnten auch auf einen Prozent genau sagen, wie viel der Euro Wert ist. 29 Prozent haben schon versucht, sich einzelne Preise in der neuen Währung zu merken. Wie schon in früheren Umfragen hat nur etwa jeder Fünfte bereits eine Buchtransaktion in Euro durchgeführt.

Angst vor Preiserhöhung
Nachteile befürchten die Menschen demnach vor allem durch versteckte Preiserhöhungen. Der Anteil jener, die ein solche Verhalten vermuten, nahm zuletzt von gut 50 auf 61 Prozent zu. Unverändert rund die Hälfte der Menschen befürchtet persönliche Umstellungsprobleme auf die neue Währung. Hilfe erwartet man sich dabei am ehesten von Banken.

Vorteile erwarten sich die Menschen vom Euro bei Reisen (91 Prozent), beim Einkauf in anderen Eurozonenländern (87 Prozent), beim internationalen Preisvergleich (78 Prozent) und durch den Wegfall von Wechselgebühren (70 Prozent). Auch glauben je 59 Prozent, dass der Euro zum Wirtschaftswachstum und zur Preisstabilität beitragen wird.

Sorge wegen Wechselkurs sinkt
Der Wechselkurs des Euro zum Dollar ist zwar Anlass zur Sorge, scheint aber vor allem die mediale Berichterstattung wider zu spiegeln, so die EU-Kommission. Während im November 57 Prozent der Befragten Sorge über den Kurs des Euro äußerten, waren es im Mai nur mehr 44 Prozent.

Die Umfrage unter 6.531 Menschen in den 12 Euro-Staaten wurde in den ersten beiden Wochen des Monats Mai gemacht.

26.6.2001 07:40