Montag, 25. Juni 2001

Banken weiter gegen Zwangsablöse

Die angekündigte Ablöse des AUA-Vorstands wird immer unwahrscheinlicher. Bei der Aufsichtsrats-Sitzung am Mittwoch dürften sich die Aufsichtsräte nur darauf einigen, den Vorstand neu auszuschreiben.

Von einer vorzeitigen Ablöse sei nicht mehr die Rede, heißt es. Die drei Bankenvertreter im AUA-Aufsichtsrat haben sich bereits dafür ausgesprochen, einer Vorstandsablöse nur dann zuzustimmen, wenn sie wirklich freiwillig erfolge.

Mit diesem Kompromiss werde klargestellt, dass die - bis 2003 laufenden - Verträge der AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka nicht mehr verlängert werden, andererseits wäre vorerst auch der Vorwurf vom Tisch, die ÖIAG würde insgesamt mehr als 30 Mill. S (2,18 Mill. Euro) ausgeben, um die beiden Manager vorzeitig los zu werden.

Bei der Neuausschreibung dürfte der derzeit aus zwei Mitgliedern bestehende Vorstand um einen "Chief Financial Officer" (CEO) aufgestockt werden. Beste Chancen zum Aufstieg ins Führungsgremium werden dem jetzigen AUA-Finanz-Chef Fritz Otti zugestanden.

Bei der AR-Sitzung könnte sich auch das weitere Schicksal von ÖIAG-Vorstandssprecher Johannes Ditz entscheiden. Ditz hat die vorzeitige Ablöse der AUA-Vorstände Herbert Bammer und Mario Rehulka bereits angekündigt, ohne über die notwendige Aufsichtsratsmehrheit für einen Wechsel zu verfügen und ohne einen Nachfolger präsentieren zu können.

25.6.2001 12:47