Montag, 25. Juni 2001

HVB/BA: Keine Kommentar

Die tschechische Privatisierungsbehörde wollte am Montag die übereinstimmenden Medienberichte über einen Rückzug der HypoVereinsbank/Bank Austria aus dem Bieterkreis um die Komercni banka (KB) nicht bestätigen. Meldungen über einen Rückzug des Bankhauses seien "unwahr", sagte die Sprecherin des Nationalen Vermögensfonds, Jana Viskova, der Prager Nachrichtenagentur CTK.

Das zweitgrößte deutsche Kreditinstitut HVB werde sein Gebot nicht aufstocken und gebe damit die Kaufpläne auf, hieß es heute Vormittag aus Finanzkreisen. HypoVereinsbank und Bank Austria wollten den Rückzug nicht offiziell bestätigen.

Die noch staatliche Komercni banka hätte gut in die Osteuropa- Strategie der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG (München) gepasst. Um die 60 Prozent der KB-Staatsanteile bewarben sich ursprünglich neben der HypoVereinsbank auch die Credit Agricole, die Societe Generale (beide Frankreich) und UniCredito Italiano. Dem Vernehmen nach haben die Gebote mittlerweile eine Höhe erreicht, die die HypoVereinsbank für kaum noch refinanzierbar hält.

25.6.2001 15:57