Corti: "Swissair ist zahlungsfähig"

Die belgische Fluggesellschaft Sabena SA, Brüssel, erhält von der Swissair Group AG, Zürich, keine weiteren Finanzspritzen. "Ich kann den Swissair-Aktionären nicht zumuten, weiter für die operativen Verluste anderer Airlines zu zahlen", sagte der Swissair-Vorstandsvorsitzende Mario Corti.
Die belgische Regierung hatte die Swissair Ende vergangener Woche unter Druck gesetzt und will bis Dienstag die Zusage für eine weitere Finanzspritze erreichen. Corti wolle im Fall Sabena jedoch hart bleiben. "Das ist ein Grundsatz, an dem ich festhalte", wird Corti zitiert.
Corti wolle "geordnet aus allen verlustbringenden ausländischen Airline-Beteiligungen aussteigen". "Wir sind nicht dazu da, operative Verluste von Beteiligungsgesellschaften auf den Sankt-Nimmerleins-Tag hin zu finanzieren." Bei Air Littoral sei die Swissair "unter Umständen bereit, sich für eine Übergangslösung in vernünftigem Rahmen zu engagieren". Anders sehe dagegen die Situation bei AOM/Air Liberte aus. Laut Corti müssten einige klare Bedingungen erfüllt sein, bevor Swissair eine Rettung finanziell unterstützt. Man könne mit ihm "über einen Beitrag reden".
Corti: Swissair ist zahlungsfähig
Einen Konkurs der Swissair bestreite Corti jedoch entschieden. "Die Gruppe ist zahlungsfähig und solvent."
Am 12. Juli wolle er im Rahmen einer Pressekonferenz "alle Zweifel, die es zur Zahlungsunfähigkeit der Gruppe gibt", ausräumen.
Es gibt Gerüchte, dass ein Konkurs der Swissair auf 1,2 bis zwei Mrd. Schweizer Franken (1,3 Mrd. Euro/18,1 Mrd. S) kommen könnte.
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