SPEZIAL: Alle Infos zur Bank-Austria-Tour 2001

·Ergebnisse
Letzte Etappe an Italiener Nardello
·Obwaller
Gesamt-Zweiter - ein neuer Star?
Cadel Evans hat als Gesamtsieger der Bank-Austria-Tour für Premieren gesorgt. Der 24-Jährige triumphierte als erster Australier und erster Mountainbike-Spezialist in der Österreich-Radrundfahrt. In der Schlusswertung der 53. Auflage hatte Evans 47 Sekunden Vorsprung auf den Salzburger Hans Peter Obwaller.
Die siebente und letzte Etappe von Mauterndorf nach Gröbming (133 km) brachte einen Sieg des Italieners Daniele Nardello vor dem Salzburger Gerrit Glomser.
Obwaller, der heimische Überraschungsmann der Rundfahrt, freute sich über den zweiten Gesamtrang an seinem 30. Geburtstag. Für den Pinzgauer aus dem steirischen Stabil-Team war es eine schöne Bestätigung für die neu gestaltete Vorbereitung unter Trainer Toni Beretzki. "Für mich ist es der schönste Erfolg." Evans war für "HP" jedoch ein verdienter Sieger. "Denn er war am Kitzbühler Horn klar der Beste. Ich habe noch ein paar Mal probiert, ihn zu attackieren, aber er war zu stark", sagte Obwaller über den "Aussie" aus dem Saeco-Team.
Erster Sieg bei Straßenrennen
Evans gewann erstmals eine Profi-Rundfahrt auf der Straße. "Das ist ein großartiges Gefühl, aber mein Weltcup-Geamtsieg mit dem Mountainbike (1998) zählt doch mehr", erklärte Evans. Bereits nach dem Kitzbühler Horn sei er sich seiner Sache recht sicher gewesen. "Schon da habe ich gewusst, dass ich gewinnen kann. Bei den vielen Bergen war es sicher kein Nachteil Mountainbiker zu sein."
Zurück zum Mountainbike
Der Bursche aus Melbourne wechselt nun nach einigen Wochen auf dem Rennrad wieder zurück in sein angestammtes Metier. Nach einem Training in Colorado steigt er erneut in den Mountainbike-Weltcup ein. Gut möglich, dass er Mitte August in Kaprun einen weiteren Sieg in Österreich feiert. Auch 2002, wenn die WM in Kaprun in Szene geht, wird Evans zweigleisig fahren. "Ich habe noch einen Vertrag mit dem Volvo-Team, dieser Sieg wird an meinen Plänen wohl nichts ändern."
Knapp am Etappensieg vorbei
Glomser, der schon auf der Glockneretappe Zweiter gewesen war, verpasste in Gröbming seinen zweiten Profisieg knapp. Nardello setzte sich vor dem Post-Swiss-Fahrer und sieben weiteren Ausreißern durch. Der Salzburger war enttäuscht, aber fair. "Am Schluss hat der Stärkste gewonnen", meinte der 26-Jährige, der sich vom zwölften auf den achten Rang verbesserte und noch einige UCI-Punkte einheimste. Er fährt ab Dienstag die Tour de Suisse.
Für Österreich insgesamt erfreulich
Für die Österreicher verlief die Rundfahrt, deren sechste Etappe im Finish chaotisch verlaufen war (das Feld hinter einer Spitzengruppe hatte ich verfahren), insgesamt durchaus erfreulich. Es gab zwei Etappensiege durch die Nürnberger-Profis Werner Riebenbauer (er trug nach dem Auftaktsieg drei Tage das Gelbe Trikot) und Harald Morscher sowie drei Platzierungen unter den Top Ten der Gesamtwertung.
Mühlbacher zufrieden
Zweitbester Österreicher war Thomas Mühlbacher, dem als Gesamt-Viertem nur 27 Sekunden auf den drittplatzierten Italiener Paolo Tiralongo (Fasso Bortolo) fehlten. "Aber ich bin auch mit Rang vier zufrieden. In der Heimat ist es besonders schwer, weil alle auf einen schauen", sagte der Oberösterreicher der nach den Rängen sieben (1998) und fünf (1999) sein bestes Resultat erreichte.
Guter Gesamt-Vierter
Während sich die genannten heimischen Profis gut schlugen, wurde Telekom- Fahrer Gerhard Trampusch (aus gesundheitlichen Gründen) den hohen Erwartungen nicht gerecht. Gut schlug sich hingegen "Aufsteiger" Christian Pfannberger. Der Steirer fiel erst am Schlusstag (wegen dem Vorstoß Glomsers) aus dem Top Ten und wurde bei seiner Premiere als bester Fahrer des Nationalteams Elfter.
Erste Etappe verschlafen
In den Bergen noch stärker als sein Landsmann fuhr Jürgen Pauritsch, der mit sechsten Plätzen auf den zwei schwierigsten Etappen aufhorchen ließ. Der 24-Jährige hatte aber wie Morscher (Gesamt-16.) die "Post" am ersten Tag verpasst und wurde in der Endwertung daher nur 19.
Grand Prix von Monaco13:45
Abbruch in Monte CarloNach Maldonado-Unfall wird das dritte Training vier Minuten früher beendet
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