Vorwurf der Hinterziehung zurückgewiesen

Dem ohnehin finanziell geforderten Boris Becker droht offenbar eine Steuernachzahlung von 25 Millionen Mark (12,78 Mill. Euro/176 Mill. S). Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, wird der Münchner Steuerfahnder, der den Fall seit fünf Jahren bearbeitet, in wenigen Wochen seinen Abschlussbericht abgeben.
Er komme zu dem Schluss, dass Becker nicht nur 25 Millionen Mark nachzahlen, sondern sich auch vor Gericht verantworten müsse. Inklusive Zinsen und Anwaltshonoraren kämen auf Becker Kosten von insgesamt 40 Millionen Mark (20,5 Mill. Euro/281 Mill. S) zu.
Die Steuerfahndung wirft dem früheren Tennisstar laut "Spiegel" vor, er habe über Scheinverträge mit Firmen in Amsterdam und einen Scheinwohnsitz in Monte Carlo Steuern in Millionenhöhe hinterzogen. Dies wiesen die Anwälte Beckers zurück und verlangten ihrerseits eine Rückerstattung von vier Millionen Mark (2,05 Mill. Euro/28,1 Mill. S) vom Fiskus mit der Begründung, ihr Mandant habe während seiner Profizeit wegen eines Spezialbesteuerungsverfahrens zu viel an Steuern bezahlt.
Der Extennisstar hatte in den vergangenen Monaten privat und beruflich Rückschläge hinnehmen müssen. Nach der Scheidung von Ehefrau Barbara zerbrach auch eine Kurzbeziehung zu Rap-Sängerin Sabrina Setlur. Außerdem ist ein Streit im Gange, wie viel Unterhalt Becker seiner Tochter zahlen muss, die er mit dem Londoner Model Angela Ermakowa hat. Überdies machte das Internet-Portal Sportgate Pleite, dessen Mehrheitsgesellschafter Becker ist.
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