Mittwoch, 27. Juni 2001

Rivaldo nicht zu Copa America

Juventus Turin-Manager Antonio Giraudo hat die Träume Real Madrids von einer Verpflichtung des Franzosen Zinedine Zidane beendet. "Es ist keine Frage des Preises. Ob er nun 100 oder 140 Milliarden Lire (711 Mio. S oder 995 Mio. S) kostet steht gar nicht zur Debatte, denn er ist unverkäuflich".

Der italienische Vize-Meister werde den bis 2005 an Turin gebundenen Franzosen auch für die angeblich von Real gebotenen 140 Milliarden Lire (72,3 Mill. Euro/995 Mill. S) nicht ziehen lassen. Turins Manager Luciano Moggi hatte gesagt, dass man "unter einer Ablösesumme von 230 Milliarden Lire (118,8 Mill. Euro/1,63 Mrd. S) mit niemandem über einen Wechsel Zidanes reden werde".

Reals Präsident Florentino Perez scheint die Hoffnung auf eine Verpflichtung des französischen Spielmachers dennoch nicht aufzugeben. "Zidane will nach Spanien und für Turin macht es keinen Sinn, einen unzufriedenen Zidane zu halten". Denn Perez will zum 100 Jahr-Jubiläum der "Königlichen" im kommenden Jahr eine Traumelf zusammenstellen. Medienberichten zufolge ist Real bereit, dafür 2,5 Mrd. S (182 Mill. Euro) auszugeben und vier Verstärkungen zu holen. Dabei handelt es sich um Zidane, Gaizka Mendieta (CF Valencia), den italienischen Innenverteidiger Alessandro Nesta (Lazio Rom) und den spanischen Nationalverteidiger Manuel Pablo (Deportivo La Coruna).

Die "Königlichen" träumen schon von der neuen Super-Elf mit folgenden Assen: Casillas - Manuel Pablo, Hierro, Nesta, Roberto Carlos - Figo, Mendieta, Makelele, Zidane - Raul, Morientes.

Die enormen Ablösesummen für die Star-Transfers sollen größtenteils durch Verkäufe von Spielern finanziert werden. Danach will Real die Brasilianer Flavio Conceicao und Savio, den Kameruner Geremi, den Bosnier Baljic oder den Spanier Michel Salgado abgeben und so rund 1,65 Mrd. S (120,2 Mill. Euro) kassieren. Der 20-jährige Stürmer Samuel Eto'o aus Kamerun wurde bereits um rund 100 Mio. S (7,20 Mill. Euro) an Mallorca abgegeben.

Rivaldo verzichtet wegen Urlaub auf Copa America
Die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft wird bei der Copa America im Juli in Kolumbien den dritten Titel in Serie ohne Rivaldo anstreben müssen. "Ich hatte jetzt drei oder vier Jahre keinen Urlaub. Ein weiteres Jahr und ich könnte mich verletzen und die wichtigeren WM-Qualifikationsspiele gegen Paraguay und Argentinien versäumen", meinte der Barcelona-Superstar.

Mit Antonio Carlos Zago, Cafu (beide AS Roma) und Roberto Carlos (Real Madrid) hatten bereits weitere in Europa engagierte Legionäre ihren Verzicht auf eine Teilnahme an der Copa America erklärt.

27.6.2001 13:12