150 Tagsätze Strafe für Martin Höllwarth

Dem Skispringer Martin Höllwarth bleibt nach dem schweren Autounfall im Allgäu, bei dem Anfang Februar der ÖSV-Sprungtrainer Alois Lipburger ums Leben kam, erspart. Der Tiroler akzeptierte den Strafbefehl des Amtsgerichtss Füssen.
Laut dieser am 25. Juni zugestellten Strafe muss Höllwarth 150 Tagsätze Strafe zahlen. Das teilte der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) mit. Durch die Nichtbeeinspruchung wird es keine Hauptverhandlung in dieser Causa vor Gericht geben.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Kempten ergaben, dass der Unfall theoretisch vermeidbar gewesen wäre, wenn vor der Unfallstelle die Gschwindigkeit des Autos um 20 km/h niedriger gewesen wäre. Nach längerer Fahrt auf trockener Fahrbahn trat in einem Kurvenbereich Glatteis auf. Eine Auslenkbewegung, um das Fahrzeug auf diesem Glatteis zu stabilisieren, endete durch hohe Seitenführungskräfte und gemischte Reibungsverhältnisse in einem Schleudervorgang, als das Fahrzeug wieder auf trockene Fahrbahn kam, hieß es in dem Abschlussbericht.
Das Fahrzeug geriet auf die neben der Fahrbahn befindliche Böschung, kollidierte dort mit Bäumen, von denen einer, da durch Rotfäule geschädigt, umknickte und auf das Dach des Fahrzeuges stürzte, dieses eindrückte und so den bedauerlichen Tod von Alois Lipburger verursachte.
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