Montag, 25. Juni 2001

2,5 Millionen Feiernde stürmten die Insel

Mit guter Stimmung, eingängigen Melodien und hübschen Mädchen ist Sonntag Abend das 18. Wiener Donauinselfest zu Ende gegangen. Lou Bega, seit "Mambo Nr 5" in den Hitparaden kein Unbekannter mehr, sorgte auf der "Ö3-Insel" für regen Publikumsandrang, seine attraktiven Tänzerinnen waren ein entsprechender Blickfang.

Bereits mit seiner zweiten Nummer, einer zeitgemäßen Version von "Just a Gigolo", hatte der "Mann mit dem Hut" die Zuseher auf seiner Seite - so mancher brave Familienvater setzte zu ungewohnten rhythmischen Bewegungen an.

Zuvor hatte Mabel Disco-Atmosphäre verbreitet, wobei der bedauernswerte Italiener ganz in Leder die Bühne betrat. Die Hitze und das kreischende Publikum, das seine in Halb-Playback dargebotenen Hits lautstark begrüßte, motivierten ihn bald dazu, sich seiner Oberbekleidung zu entledigen. Bei den Zugaben musste Mabel auf bereits unmittelbar zuvor gespielte Songs zurückgreifen - offenbar ist sein Repertoire noch beschränkt.

Der in der Steiermark angeblich sehr populäre Mr. Voice, erstmals zu Gast auf der Insel, sorgte für Gelächter, als er auf recht gekonnte Weise Tina Turner, Rod Stewart und Meat Loaf nachmachte. Der Grazer lockte vor allem "Steirer im Exil" an, so zum Beispiel Jürgen, einen in der Bundeshauptstadt studierenden Kapfenberger, den Mr. Voice seit Jahren von Auftritten bei der Grazer Messe bekannt ist. "Da kommen heimatliche Gefühle auf, wenn ich das höre", meinte der junge Mann.

Romantische Seelen fanden sich dann bei Sonnenuntergang bei der "Radio Wien-Krone-Festbühne" ein, wo bei Musical-Klängen ein langer Tag seinen Ausklang fand.

2,5 Millionen Feiernde stürmten die Insel
Einen Rekordbesuch gab es heuer beim 18. Wiener Donauinselfest. Wie der Organisator Harry Kopietz, Landesparteisekretär der SPÖ Wien, am Sonntag Abend im Gespräch mit der APA bekanntgab, stürmten an den vergangenen drei Tagen an die 2,5 Millionen Menschen die Insel, um sich bei schönem Wetter, Speis und Trank und zahlreichen musikalischen Darbietungen einer Art Ferienstimmung hinzugeben.

Kopietz lachte und war sichtlich zufrieden, zumal der Trubel weitgehend friedlich und ohne größere Zwischenfälle über die Bühne ging. "Für drei Tage ist der Besuch sensationell. Es ist optimal gelaufen. Auch das Wetter hat mitgespielt. Mehr kann man sich nicht mehr erwarten", meinte er.

25.6.2001 08:36