Lara betört nun auch die Kinobesucher

Lara Croft, die erstn Actionheldin eines Videospiels hat sich zur globalen Pop-Ikone entwickelt. Nach ihrem Siegeszug auf dem Spielemarkt betört das Playgirl aus der Serie „Tomb Raider“ nun auch die Kinobesucher.
Wie pflegten gewiefte Statiker zu spotten? Diese Frau vermag sich in Wirklichkeit keinen Meter zu bewegen, ohne sofort nach vorn zu kippen und fürchterlich auf die Nase zu fallen. Falsch, ganz falsch, denn der Cyberspace hat längst über die Realität gesiegt. Oder andersrum: Lara Croft hat die Wirklichkeit zur Nachahmung gezwungen. Im neuen Kinofilm "Lara Croft – Tomb Raider" ist die Kunstfigur mit den Militärshorts und dem engen Top zu Fleisch geworden und läßt Angelina Jolie den Beweis antreten:
Dabei ließ sich die Wirkung der Heldin Lara zu Beginn keineswegs abschätzen: 1996 einer Idee der Computerspielefirma Eidos entsprungen, war sie ursprünglich nicht mehr als die weibliche Ausgabe von Indiana Jones. Dann startete ein gigantischer Werbefeldzug: Auf Bussen und
U-Bahnen konnte sich die Welt von Laras "dynamischen Reizen" überzeugen. Die Figur wurde zum Star, ihr Auftreten zum Ereignis.
1996 drehte der MTV-Regisseur der Smashing Pumpkins einen Kinospot, entwarfen Modedesigner wie Gucci eigene Kollektionen für Lara Croft. Eine Londoner Agentur engagierte sie gar als erstes virtuelles Mannequin. Das Powergirl wurde nicht nur von einer "Tomb Raider"- Serie zur nächsten intelligenter, gewandter und attraktiver, sie entwickelte auch selbst Modegeschmack.
A sexuelle Sexbombe
Im „Tomb Raider“-Film kämpft Angelina Jolie als Lara Croft gegen die Geheimloge der Illuminaten, die die Macht über die Welt erobern wollen. Erstaunlich, daß sich ihre Fans nicht gefoppt fühlen, verschwendet Lara während all ihrer Abenteuer doch nicht einen Gedanken an einen Mann – außer an ihren verstorbenen Vater Lord Henshingly Croft.
„Lara Croft – Tomb Raider“, USA, 2001; ab 28. Juni im Kino.
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