M. Schreinemakers im TV-MEDIA Interview

Die Bombe platzte letzten Dienstag. In einem Schreiben ihrer Produktionsfirma Living Camera teilte Starmoderatorin Margarethe Schreinemakers ihren Ausstieg aus Big Diet mit. Weil "sich der inhaltliche Widerspruch zwischen einem Real-People-Format und meiner Vorstellung von einem Infotainment-Magazin offensichtlich nicht auflösen ließ", so ihre kryptische Begründung. TV-MEDIA sprach mit der 42-Jährigen über den Flop.
TV.MEDIA: Bei der Präsentation von Big Diet sagten Sie, Sie moderieren die Show, weil Sie hinter ihr stehen. Das dürfte sich geändert haben.
Schreinemakers: Richtig, weil da einiges aus dem Lot lief. Am Anfang war die Idee, eine offene, transparente Wellness-Farm mit Infotainment-Charakter zu schaffen. Was dann daraus wurde, als wir auf Sendung gingen und die Sendemechanismen einsetzten, entsprach nicht mehr dem, wofür Big Diet in der Planung gestanden und was ich nach außen kommuniziert hatte. Damit konnte ich das Format nicht länger vertreten.
TV.MEDIA: War es nicht naiv, zu glauben, dass Big Diet ein Infotainment-Magazin wird? Das Format ließ sich doch ab der ersten Ankündigung als Big Brother für Dicke erkennen.
Schreinemakers: Da hätte ich vielleicht mehr auf die Presse hören sollen. In der Planungsphase kam mir jedenfalls nie der Verdacht, dass sich die Sendung in irgendeiner Form an Big Brother anlehnen würde. Ich habe mit allen Verantwortlichen in vielen Punkten Einigkeit erzielt und bin davon ausgegangen, dass es dann wirklich heißt: Genauso machen wir's auch, damit wir möglichst weit weg von Big Brother sind. So hätte Big Diet eine Chance gehabt.
TV.MEDIA: Fühlen Sie sich von RTL 2 und Produzent Endemol hinters Licht geführt?
Schreinemakers: Ich sage mal so: Die Kündigung war die logische Konsequenz aus der Erkenntnis, dass Produkt und Moderatorin nicht zusammenpassen.
TV.MEDIA: Blicken Sie im Zorn auf Big Diet zurück?
Schreinemakers: Wut bringt nichts, aber enttäuscht bin ich schon. Andererseits wollte ich dem Format nicht länger im Weg stehen. Als Moderatorin hast du nur begrenzt Einflüsse auf den Inhalt, du bist ja nicht der Produzent. Wenn die Sendung darüber blockiert wird, ist niemandem gedient.
TV.MEDIA: Es hat sich letztlich also an den Inhalten gespreizt?
Schreinemakers: Das ist der Grund, warum ich gegangen bin.
TV.MEDIA: Sie behaupteten mal: Blamieren kann sich im TV jeder. Wie weit fühlen Sie sich nach dem Big-Diet-Flop als Blamierte?
Schreinemakers: Mein Comeback ist gescheitert, da brauchen wir gar nicht herumzudiskutieren. Aber Fernsehen ist nun mal Risiko - sonst hätten wir ja immer 100 % Quote.
Die ganze Story lesen Sie im neuen TV-MEDIA.
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