Der gelungene AT-Verkauf bringt Ditz eine Atempause

Die Gratulation kam unerwartet heftig, war aber durchaus erwünscht. Nachdem am vergangenen Freitag, dem Geburtstag von ÖIAG-Chef Johannes Ditz, der AT-Verkauf besiegelt war, setzte es für den ÖVP-Mann das erste Mal seit langem wieder Anerkennung.
Der Verkauf der AT sei das „Musterbeispiel einer Privatisierung“, lobte Finanzminister Karl-Heinz Grasser in einer Pressekonferenz.
Tatsächlich reduziert sich der Schuldenstand der ÖIAG durch den AT-Deal von 37,6 auf 28 Milliarden Schilling. Erstmals kann die ÖIAG ihre Zinsen aus den Dividendenerträgen bedienen. Grasser: "Damit haben wir ein saniertes Unternehmen."
Ein Erfolg, der für Ditz gerade noch rechtzeitig gekommen ist. Nun hat er wieder Luft zum Durchatmen und möglicherweise den Rückhalt, um die anstehenden, nicht unumstrittenen Entscheidungen doch noch durchzudrücken: Ditz will – lieber heute als morgen – AUA- und Telekom-Vorstand auswechseln. Die vergangene Arbeitswoche hat er jedenfalls einmal lockerer als sonst beendet: mit seinen ÖIAG-Aufsichtsräten beim Heurigen.
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