VW-Werk Brüssel Spontaner Streik
Die Frühschicht im Volkswagenwerk Brüssel ist am Freitag in einen spontanen Streik getreten. Die Arbeiter protestierten damit gegen die Absicht der Werksleitung, die Verträge von 91 Zeitarbeitern nicht zu verlängern.
Die Beschäftigten legten gegen 10.00 Uhr ihre Arbeit nieder und trugen ihren Protest auf die Straße. Die Spätschicht beriet am Nachmittag über eine Verlängerung des Streiks.
Grund für den Personalabbau sei ein Modellwechsel in einigen Wochen, sagte der Gewerkschafter Hedwin Declercq. Das Brüsseler Werk gebe die Fertigung des Seat Toledo nach Spanien ab: "Dafür bekommen wir den Lupo, dessen Zusammenbau drei Stunden schneller geht, weshalb wir also zu viel Personal haben." Im VW-Werk Brüssel arbeiten rund 6.500 Arbeiter und 500 Angestellte.
Einen von Arbeitnehmervertretung und Werksleitung vorgelegten Einigungsvorschlag hätten die Streikenden abgelehnt, sagte Declercq. "Der Vorschlag sah vor, dass von 441 Leuten, deren Vertrag am 30. Juni ausläuft, 91 nicht weiter beschäftigt werden, 100 feste Verträge bekommen und 220 bis Ende September weiter beschäftigt werden", erläuterte der Arbeitnehmervertreter.
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