Freitag, 22. Juni 2001

"AK plus" startet noch heuer mit Bildungsoffensive

Die Bundesarbeiterkammer hat in der Vollversammlung am Freitag in Klagenfurt ein Programm für die nächsten vier Jahre im Umfang von einer Milliarde Schilling beschlossen. "Das Maßnahmenpaket umfasst eine Bildungsoffensive, einen neuen kostenlosen Rechtsschutz für Konsumenten, neue Leistungen für Frauen, einen Jugendschwerpunkt und Rechtshilfe für freie Arbeitnehmer", sagte Präsident Herbert Tumpel.

"Das Mitglied steht im Mittelpunkt" sei das Motto des neuen Leistungsprogramms, sagte Tumpel, der von "einem Sprung vorwärts" sprach. Eine umfangreiche Erhebung im Vorjahr und die stark gestiegene Nachfrage nach Angeboten der AK seien für das Programm bestimmend gewesen. "Neun Länder in nur einem halben Jahr zu einem gemeinsamen Programm zu bringen ist eine besondere Herausforderung - aber die neun Arbeiterkammern haben das geschafft. Ich bin stolz darauf", sagte der Präsident weiters.

Heuer werden 100 Millionen investiert
Noch heuer werden 100 Millionen Schilling für die ersten Maßnahmen zur Verfügung gestellt, 2002 werden 250 Mill. S eingesetzt, 2003 300 Mill. und 2004 350 Mill. S. Die Finanzierung der neuen Angebote erfolgt über Einsparungen (aus verstärkter Kooperation der Länderkammern zum Beispiel im gemeinsamen Einkauf und in den Länderbudgets selbst) sowie aus Umschichtungen.

1 Tausender für die Bildung
Die Arbeiterkammer startet im Herbst auch eine Bildungsoffensive. Der "1.000-Schilling-Bildungsgutschein", welcher in Kärnten, Tirol und Vorarlberg bereits 2000 eingeführt wurde, wird bundesweit zur Verfügung gestellt. Dazu kommen neue Kursangebote, Spezialausbildungen vor allem in den neuen Informations- und Kommunikationsqualifikationen, der Ausbau der Bildungsberatung und der Aufbau einer Internet-Beratung und die Einrichtung von regionalen "Chancenzentren".

Der "Bildungstausender" kann bei geprüften ausgewählten Weiterbildungseinrichtungen für Kurse und Qualifikationsmaßnahmen eingelöst werden, Schwerpunkte sind Weiterbildungsmaßnahmen in IT-Qualifikationen und Sprachen. Ein weiteres Vorhaben ist der Ausbau der Bildungsberatung und der Aufbau einer online-Bildungsberatung im Internet.

Regionale Chancenzentren
Neben den bundesweiten Maßnahmen wird es auch regional unterschiedliche Schwerpunktsetzungen nach dem spezifischen Bedarf in den Ländern geben. Dazu gehören neue regionale "Chancenzentren" als Bildungseinrichtungen, die Ausweitung des Kursprogramms, Hochqualifizierungsprogramme (Werkmeisterausbildung) in IT-Berufen, Internet-Einsteigerpakete (Gratiskurse, CD-Rom-Pakete) sowie die Förderung des Internet-Zugangs für Berufsschulinternate

"Der Ausbau der Bildungsberatung und der Kursangebote startet noch heuer", sagte Präsident Herbert Tumpel nach einem diesbezüglichen Beschluss in der Vollversammlung. Es werde damit gerechnet, dass rund 40.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die neuen Angebote in Anspruch nehmen werden.

22.6.2001 12:10