Freitag, 22. Juni 2001

Jahresteuerung bei Gas, Strom & Sprit liegt bei 7,1%

Der Höhenflug der Energiepreise für private Haushalte hat sich im Mai 2001 weiter beschleunigt. Nachdem es im Vormonat April nach einer vorherigen Beruhigung mit 5,7 Prozent wieder einen deutlicheren Ruck nach oben gegeben hatte, fiel im Mai der Anstieg auf Jahresbasis mit 7,1 Prozent nochmals stärker aus.

Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Jahresinflation (VPI) im Mai "nur" 3,1 statt 3,4 Prozent betragen, hat die Energieverwertungsagentur (E.V.A.) errechnet.

Für die nächsten Monate sieht die E.V.A. eine erheblich geringere Teuerung bei Energie als zuletzt. Grund dafür seien allerdings nicht sinkende Preise, sondern der Wegfall von Sonderfaktoren. So ist ab Juni die im Juni 2000 erfolgte Erhöhung der Energieabgabe für Strom nicht mehr indexwirksam, zudem habe der Anstieg der Energiepreise zur Jahresmitte 2000 begonnen. Diese Teuerungen würden nun schrittweise für die Index-Berechnung wegfallen, erklärt die E.V.A.

Gas um 14,8% teurer als im Vorjahr
Im Jahresvergleich musste im Mai 2001 bei Gas um 14,8 Prozent, gefolgt von Heizöl extra leicht (plus 10,3 Prozent) und Strom (plus 7,8 Prozent), am meisten aufgewendet werden. Für Normalbenzin war um 5,0 Prozent mehr zu berappen, für Superbenzin um 5,2 Prozent und für Diesel um 5,5 Prozent. Fernwärme war im Mai um 4,3 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Gegenüber dem Vormonat April waren laut E.V.A. vor allem die Treibstoffe preistreibend. Normalbenzin kostete im Monatsabstand um 6,3 Prozent, Super um 6,1 Prozent und Diesel um 4,4 Prozent mehr. Bei Strom, Gas und Fernwärme kam es zu keinen Preisänderungen, nur Heizöl wurde um 1,2 Prozent teurer. Insgesamt stieg der Energiepreisindex (EPI), den die E.V.A. unter Verwendung von Daten der Statistik Austria berechnet, im Vergleich zu April 2001 um 1,8 Prozent.

22.6.2001 10:03