Strombörse Graz gegründet

Strom wird ab Oktober zu einer Ware wie jede andere: Im völlig liberalisierten Markt kann der Konsument dann per Gesetz bei dem Stromlieferanten kaufen, der am günstigsten ist. Die Voraussetzung dafür sind transparente Strompreise, die sich aus Angebot und Nachfrage zusammensetzen. Ab Anfang 2002 wird der europäische Markt um eine österreichische Strombörse erweitert: die Energie Börse Alpen Adria (EXAA) mit Sitz in Graz.
Derzeit gibt es drei Konkurrenten am europäischen Strommarkt der transparenten Preisermittler: Nord Pool in Skandinavien, LPX in Leipzig und EEX in Frankfurt.
Die Grazer Strombörse EXAA wurde kürzlich formal gegründet. Die Realisierung wird Anfang bis Mitte 2002 erfolgen. Sie könnte als Standort für Mittel- und Osteuropa fungieren, meinte der Vorstandsdirektor der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB), Johannes Attems. Jeder Bürger hat das Recht, seine Chancen in einem Bieterverfahren so weit wie möglich wahrzunehmen, sagte Attems.
Die OeKB, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt bei der Exportwirtschaft (Exportgarantien und Exportförderungen) und ihr zweites Bein beim Kapitalmarktservice hat, ist auch am Energiemarkt beim Aufbau von Kompetenzzentren, Finanzclearing sowie Risk Management tätig.
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