EURO-EINFÜHRUNG AM 1. 1. 2002

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So sehen die Euro-Scheine aus
Am 1. Jänner 2002 kommt der Euro. Für viele Kriminelle ein Stichtag: Sie versuchen, bis dahin noch so viel Geld zu waschen wie möglich. Die Verdachtsfälle haben sich im Vergleich zum Vorjahr bereits verdoppelt.
Nach Recherchen des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" erreichte allein in der Finanzmetropole Frankfurt die Zahl der Verdachtsfälle mit 543 schon in den ersten fünf Monaten 2001 fast das Niveau des gesamten Vorjahres. Die Staatsanwaltschaft rechnet bis Jahresende mit bis zu 1300 Fällen. Bei einem erheblichen Teil dieser Fälle geht es um Beträge von mehreren Millionen DM, berichtete das Magazin des Saarländischen Rundfunks.
Allein in Luxemburg sind im vergangenen Jahr umgerechnet 1,8 Mrd. DM (9,20 Mrd. Euro/126,6 Mrd. S) unter Geldwäsche-Verdacht beschlagnahmt worden. In 23 Fällen sind die Fahnder nach Rechtshilfe-Ersuchen - auch aus Deutschland - tätig geworden. Zudem steigt die Zahl der Verdachtsmeldungen durch Luxemburger Banken seit drei Jahren stetig an.
Ein Sprecher der Luxemburger Staatsanwaltschaft sagte, 1998 seien noch 100 Meldungen eingegangen. Für das laufende Jahr rechnet er mit doppelt so vielen Verdachtsmeldungen.
Experten beklagen, dass die bestehenden Geldwäsche-Gesetze eine konsequente Ahndung dieser Straftaten noch nicht ermöglichen. Noch immer müssen die Fahnder nachweisen, dass verdächtiges Geld aus einer Straftat stammt, was oft problematisch ist. Besser wäre eine Beweisumkehr, wonach ein Verdächtiger seinerseits nachweisen muss, dass das bei einer Bank eingezahlte Geld legal erwirtschaftet worden ist.
In Paris trifft sich am Freitag eine Gruppe internationaler Experten, um über weitere Schritte zur Bekämpfung der Geldwäsche zu beraten. Unter anderem geht es dabei um eine so genannte "Schwarze Liste" von derzeit 15 Ländern, die Geldwäsche dulden. Zu ihnen zählten unter anderem Liechtenstein und die britische Kronkolonie Cayman Islands.
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