FORMAT: Höhenflug könnte weiter gehen

Seit Jahresbeginn war die Wiener Börse der weltweit lukrativste Platz für Anleger. Das wiener Börsenwunder steht nun nach einem Kursplus von 16 Prozent auch international im Rampenlicht.
Dass sich der in regelmäßigen Abständen totgesagte Wiener Markt ausgerechnet in einem miserablen Börsenjahr quicklebendig zeigt, hat mehrere Ursachen. „Hier notieren fast ausschließlich konservative Substanzaktien aus traditionellen Branchen, und die sind derzeit bei Anlegern besonders beliebt“, nennt Ulf Rockenschaub von der Constantia Privatbank einen der Erfolgsfaktoren.
Stabile Papiere zu günstigen Preisen
Nach dem herben Salamicrash, der seit dem Frühjahr 2000 die Kurse der Technologieaktien auf einen Bruchteil ihres ursprünglichen Niveaus zusammenschmelzen ließ, flüchten Investoren in solide Old-Economy-Werte, die vorhersagbar Gewinne schreiben und Dividenden zahlen. Genau diese Papiere finden sich in Wien, und das zu ungewöhnlich günstigen Preisen.
Höhenflug hat positiven Werbeeffekt
Für eine Nebenbörse, an der der mächtige internationale Geldstrom üblicherweise vorbeifließt, bedeutet die aktuelle Pole-position einen unbezahlbaren Werbeeffekt. Mark Mobius, renommierter Investmentguru der Fondsgruppe Templeton, der bereits seit einigen Jahren heimische Aktien im Depot hat, weiß, wovon er spricht: „Wenn eine Börse längere Zeit an der Spitze der Ranglisten auftaucht, dann schauen die institutionellen Investoren schon genauer hin, was sich dort eigentlich abspielt.“ Das löst häufig einen Schneeballeffekt aus: Große Investmenthäuser beginnen zu kaufen, was die Kurse weiter antreibt und dem Markt wiederum mehr Publicity bringt.
Ob man an der Wiener Börse auch in Zukunft gut investiert lesen Sie im aktuellen FORMAT.
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