Vor Wittmann und Baumschlager

Staatsmeister Raphael Sperrer hat am Samstag die Castrol-Rallye gewonnen und damit seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Der oberösterreichische Peugeot-Pilot dominierte den fünften Meisterschaftslauf nach Belieben.
Die Castrol-Rallye wurde zu einer Triumphfahrt von Staatsmeister Raphael Sperrer. Der Peugeot-Pilot aus Oberösterreich fuhr die Konkurrenz in Kärnten förmlich in Grund und Boden und setzte sich am Ende mit 2:01 Minuten Vorsprung auf den Niederösterreicher Franz Wittmann im Toyota durch, der zuletzt zwei Mal in Serie gewonnen hatte. In der Meisterschaft liegt Sperrer nach seinem dritten Saisonerfolg im fünften Lauf nur mehr sieben Punkte hinter Wittmann. Der Oberösterreicher Raimund Baumschlager kam dagegen nicht über Rang drei hinaus, womit der Ford-Pilot nun bereits 16 Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter aufweist.
Eine Sekunde pro Kilometer
"Rechnet man unseren Vorsprung von mehr als zwei Minuten auf die gefahrenen Sonderprüfungskilometer um, dann sind wir gegenüber der Konkurrenz um fast eine Sekunde pro Kilometer schneller unterwegs gewesen. Dies ist bei der momentanen Dichte in Österreich schon eine recht zufriedenstellende Leistung gewesen", lautete der zufriedene Kommentar von Sperrer, der zehn der 16 Sonderprüfungen für sich entschied. "Dazu lief unser Peugeot ohne die geringsten Probleme und war den anderen WRC-Autos klar überlegen."
Besonders freute den Kirchdorfer die Tatsache, dass er vor der Sommerpause - der nächste Lauf findet erst am 7./8. September im Raum Aspang (OMV-Rallye) statt - im Duell mit Wittmann auf 3:2 gestellt hat. Denn berücksichtigt man die Streichresultate, dann liegt Sperrer bereits mit fünf Punkten Vorsprung auf Wittmann in Front.
Wittmann hat im Regen verloren
"Ich habe die Rallye am ersten Tag im Regen verloren. Raphael ist da noch bei besseren Bedingungen unterwegs gewesen", analysierte Wittmann, der heuer unbedingt das Dutzend an Staatsmeistertiteln voll machen will. "Deshalb muss ich bei der nächsten Rallye wieder gewinnen." Baumschlager verlor dagegen wegen Reifenschäden auf den Sonderprüfungen vier und acht viel Zeit, und auch sonst bereiteten dem Oberösterreicher wieder einmal die Pneus Kopfzerbrechen. "Wir haben uns auf einigen Prüfungen für die nicht ganz richtigen Reifen entschieden."
A-Klasse-Comeback von Rosenberger
Kris Rosenberger, der am Freitag nach technischen Problemen zeitweise auf Rang 34 zurückgeworfen worden war, beendete schließlich sein A-Klasse-Comeback im Seat WRC an fünfter Stelle hinter Diesel-Gewinner Willi Stengg. Lokalmatador Achim Mörtl (Subaru) war bei seinem einzigen Österreich-Auftritt in dieser Saison bereits am Freitag ausgeschieden. In der Gruppe N gab es dafür durch Alfred Kramer (Mitsubishi) einen Kärntner Erfolg.
Endstand der Castrol-Rallye
1. Raphael Sperrer/Per Carlsson (AUT/SWE) Peugeot 206 WRC 1:59:27 h
2. Franz Wittmann/Thomas Zeltner (AUT) Toyota Corolla WRC + 2:01
3. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha (AUT/GER) Ford Focus WRC 4:20
4. Willi Stengg/Michi Moser (AUT) VW Golf IV TDI 11:50 (1. Diesel-Wertung)
5. Kris Rosenberger/Sigi Schwarz (AUT) Seat Cordoba WRC 12:53
6. Alfred Kramer/Siegmund Sappl (AUT) Mitsubishi Lancer 14:19 (1. Gruppe N)
Ausgeschieden: u.a. Achim Mörtl (AUT) Subaru Impreza WRC
Meisterschaftsstand der Gruppe A nach fünf von neun Läufen
1. Wittmann 82 Punkte
2. Sperrer 75
3. Baumschlager 66
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