Atletico Madrid wollte Rayo Vallecano kaufen

Real Madrid will sein vereinseigenes Bernabeu-Stadion zu Werbezwecken umbenennen. Clubchef Florentino Perez sei bereit, den Namen einer Firma als "Beinamen" an die Stadion-Bezeichnung "Santiago Bernabeu" anzuhängen. Die Kosten: 248 Mio. (18 Mill. Euro) pro Saison. Der Plan ist Teil eines Vorhabens, die Einnahmen zu steigern und Real zum reichsten Klub der Welt zu machen.
Die "Königlichen" wollen unter anderem Läden mit Fan-Artikeln in 100 Städten in aller Welt eröffnen. Zudem sei vorgesehen, in verschiedenen Ländern Fußballschulen zu eröffnen, heißt es. Dies sollte allein in Japan, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten 1,66 Milliarden S (120,7 Mill. Euro) einbringen. Real wolle sich auf kommerziellem Gebiet den derzeit reichsten Club Manchester United zum Vorbild nehmen. Nur ein Thema soll in Madrid ein Tabu bleiben: Real will nicht an die Börse gehen, sondern weiterhin den Mitgliedern gehören.
Der Lokalrivale Atletico startete unterdessen einen ungewöhnlichen Versuch, trotz des gescheiterten Aufstiegs doch noch der Zweitklassigkeit zu entkommen. Der Club wollte nach Angaben von "Marca" den Madrider Erstligisten Rayo Vallecano für knapp 500 Millionen Schilling aufkaufen.
Beide Vereine bestätigten, dass es Gespräche gegeben habe. Sie erklärten die Übernahme-Pläne jedoch für gescheitert, weil die Fans und Mitglieder einen Zusammenschluss nicht akzeptiert hätten. Die Unternehmer-Familie Ruiz-Mateos, die die Mehrheit der Rayo-Anteile besitzt, hatte sich kürzlich grundsätzlich bereit erklärt, den Erstliga-Club zu verkaufen.
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