Mittwoch, 20. Juni 2001

Bayern-Star droht Gerichtsverfahren

Wegen einer Schlägerei in einer Münchner Discothek droht dem deutschen Fußball-Profi Stefan Effenberg ein Gerichtsverfahren. Die Staatsanwaltschaft München hat dem 32-jährigen Kapitän von Bayern München angeboten, bei Zahlung von 2,8 Mio. S das Verfahren wegen Körperverletzung einzustellen.

Effenberg will das Angebot nach Aussage seines Anwalts allerdings nicht annehmen. "Das Angebot kam, es wird nicht akzeptiert", so Effenbergs Anwalt Jörg Sklebitz. Die Ablehnung bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft wohl ein Strafbefehlsverfahren einleiten wird, in dem es wieder um die Geldstrafe in Höhe von 2,8 Mio. Schilling gehen wird. Akzeptiert der Bayern-Star das Urteil, wäre er vorbestraft. Wahrscheinlich ist eine neuerliche Ablehnung, was einen Prozess vor dem Münchner Amtsgericht zur Folge hätte.

Dem früheren Nationalspieler wird vorgeworfen, am 1. Oktober 2000 in der Münchner Nobel-Disco "P 1" eine 32-jährige Frau aus London vorsätzlich ins Gesicht geschlagen zu haben. Die Frau erstattete daraufhin gegen Effenberg Anzeige wegen Körperverletzung. Der FC Bayern verhängte gegen seinen Kapitän, der die Tat bestreitet, eine saftige Geldstrafe.

20.6.2001 14:04