Riess-Passer besteht auf 9 Österreichern auf Spielbericht

Die erhoffte Lösung in der Frage nach der Anzahl der Nicht-EU-Ausländer in der Fußball-max.Bundesliga lässt weiterhin auf sich warten. Die für den Sport zuständige Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer lehnte den von der Bundesliga ausgearbeiteten Vorschlag für die Einsatzberechtigung von ausländischen Spielern ab.
Da die Anzahl der Nicht-EU-Ausländer in der obersten heimischen Spielklasse von bisher fünf auf sieben angehoben werden soll, wurden von Riess-Passer Qualitätskriterien (vier Arbeitsgenehmigungen wie bisher aber dazu zwei Nationalspieler mit mindestens zehn Einsätzen und ein aktueller U21-Nationalspieler) gefordert. Dieser Punkt war im von der Bundesliga vorgelegten Vorschlag aber nur abgeändert (fünf Genehmigungen wie bisher und dazu zwei Nationalspieler - diese jedoch ohne eine bestimmte Anzahl von Länderspielen) und für die Vize-Kanzlerin nicht zufriedenstellend enthalten.
Die zweite Forderung der Sport-Ministerin war eine Vereinbarung, wonach auf dem Spielbericht mindestens neun Österreicher aufscheinen müssen. "Dabei hat es darüber schon einen Konsens gegeben, nur Hannes Kartnig hatte damit ein Problem", meinte Riess-Passer. Nun war dieser Punkt im Konzept der Bundesliga nicht mehr enthalten. Deshalb teilte die FPÖ-Bundesobfrau der Bundesliga in einem Brief mit, dass sie auf den beiden von ihr geforderten Punkten weiterhin besteht.
Bundesliga-Vorstand Reinhard Nachbagauer sieht im ersten Punkt (Qualitätskriterien) großteils Übereinstimmung, "über die Details können wir uns sicher unterhalten." Schwieriger sei die Realisierung der "9 + 9-Regelung". "Dazu fehlt derzeit jegliche Rechtsgrundlage. Wir arbeiten aber an einer Lösung, die für nächstes Jahr greift." Ziel der Bundesliga ist nun eine neue Gesprächsrunde, denn das mit den Klubs und der Spielergewerkschaft ausgearbeitete Konzept wäre ein gutes Paket. "Nun gilt es, die Gespräche fortzusetzen und zu einem Konsens zu kommen", so Nachbagauer.
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