Stars versprechen Fans den "Three-peat"

Drei Tage nach der erfolgreichen Titelverteidigung der Los Angeles Lakers haben über 500.000 Menschen die kalifornische Innenstadt in ein Farbenmeer verwandelt. Der Meister der nordamerikanischen Basketball-Profiliga wurde mit einer Triumph-Parade gefeiert.
Bei traumhaftem Sommerwetter fuhren die Champions am Montagmittag mit ihren Familien, Vereinsvertretern und Politikern in offenen Doppelstockbussen durch die Straßen rund um das Staples Center, wo die Lakers ihre Heimspiele austragen.
Auf einer nach Hollywood-Art gestylten Bühne erlebte die dreistündige Zeremonie ihren Höhepunkt, als Superstar Shaquille O'Neal unterm Konfettiregen die Massen zum Rappen animierte. "Three-peat, three-peat, three-peat" brüllte der Gigant ins Mikrofon und versprach damit den Fans auch für das nächste Jahr die Meisterschaft.
"Three-peat"
Der Terminus "three-peat" wurde vom einstigen Lakers-Coach Pat Riley kreiert und hat sich inzwischen als Fachausdruck für den dreimaligen Titelgewinn in Serie durchgesetzt. Riley selbst war dieses Kunststück mit der Mannschaft um den damaligen Megastar Earvin "Magic" Johnson versagt geblieben.
Dream Team
Der Vater der neuen Erfolgs-Ära, Head-Coach Phil Jackson, entschuldigte sich dagegen als erstes bei den Anhängern, dass das Team in den Playoffs das erste Finalspiel gegen die Philadelphia 76ers verloren hatte. "Das war nicht eure Schuld, es war ganz klar unsere", raunte der 55-jährige der Menge zu und fragte anschließend mit einem süffisanten Lächeln: "Wäre es nicht süß, wenn wir das wiederholen?" Dass das kalifornische Dream Team den Hattrick schaffen wird, steht für Magic Johnson außer Frage. Denn "das ist das größte Team, das je gespielt hat", betonte der Vize-Präsident der Lakers.
13. NBA-Titel
Die Lakers hatten am Freitag das fünfte Playoff-Finalspiel bei den Philadelphia 76ers mit 108:96 gewonnen und sich in der Serie "best of seven" mit 4:1-Siegen den insgesamt 13. NBA-Titel in der Klub-Geschichte gesichert. Auf ihrem Triumphzug stellten sie zwei Bestmarken auf. Von 16 Playoff-Partien verloren sie nur das erste Heimduell mit den Sixers nach Verlängerung 101:107. Ihre 15:1-Siegbilanz ist ebenso einmalig wie die Erfolgsserie in den acht Auswärtsspielen.
"Nächstes Jahr schlägt uns keiner", schrien die Fans ihren Lieblingen zu. Tausende unter ihnen hatten Montagnacht kein Auge zugetan und sich schon Stunden vor der Parade an der Strecke eingefunden, um sich einen guten Platz zu sichern.
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