Stadlers seltsame Reise in den Irak

Wieder einmal hat Ewald Stadler, frischgebackener Volksanwalt, den Irak besucht. Probleme mit dem Schmuddelkind der internationalen Gemeinschaft haben blaue Politiker nicht.
Ewald Stadler, frischgebackener Volksanwalt und blauer Spitzenpolitiker bereiste, wie jetzt erst bekannt wurde, vom 15. bis 20. Mai an der Spitze einer Delegation den arabischen Schurkenstaat Irak.
Anfang Mai konstituierte sich auch eine irakisch-österreichische Gesellschaft, die laut Statut der Förderung der „kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem irakischen Volk und der österreichischen Bevölkerung“ dienen soll. Vizepräsident ist Ewald Stadler.
Die regelmäßigen Verstöße gegen die Menschenrechte im scheinen die Blauen dabei nicht zu stören. Immerhin berichtet Amnesty International im aktuellen Bericht, daß im Irak die Todesstrafe immer noch „extensiv“ angewendet wird. Am 12. Oktober 1999 sollen beispielsweise in einem Gefängnis mehr als 100 Menschen hingerichtet worden sein – unter ihnen auch Regierungsgegner. Stadler zu FORMAT: „In dem Bericht steht drin, was irgendwelche Regimegegner an Informationen liefern. Amnesty müßte einmal dem Irak die Möglichkeit einer Gegendarstellung geben.“
Auch an Diktator Saddam Hussein will Stadler keine Kritik gelten lassen: „Ich werde mich sicher nicht einmischen, wer im Irak regieren soll oder nicht. Eine Demokratie in unserem Sinn findet man im ganzen arabischen Raum nicht.“
Mehr dazu finden Sie im aktuellen FORMAT.
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