Verbot in mehr als 70 Staaten

Die Menschenrechtsorganisation amnesty international prangert die Verfolgung von homosexuellen Frauen und Männern sowie von Transsexuellen an: In vielen Ländern droht die Todesstrafe oder Zwangsarbeit.
Auf der ganzen Welt werden Menschen wegen ihrer sexuellen Identität bedroht, so ai. Die Organisation veröffentlichte im Rahmen einer Kampagne gegen Folter einen Bericht über Verfolgung aus sexuellen Gründen, in dem Beispiele aus 30 Staaten enthalten sind.
Vielen droht die Todesstrafe
"Das ganze Ausmaß des Problems ist zweifellos größer", heißt es. In mehr als 70 Staaten seien gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten, in manchen Staaten wie Afghanistan, Iran und Saudiarabien sogar mit Todesstrafe bedroht. In Afghanistan wurden sein 1998 mindestens sechs Männer wegen einer angeblichen homosexuellen Beziehung öffentlich hingerichtet.
In Jamaica etwa drohen verurteilten Homosexuellen bis zu zehn Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit. Aus den USA wird ein Fall geschildert, bei dem ein 39-Jähriger in Chicago von acht Polizisten brutal zusammengeschlagen wurde, weil er einen anderen Mann umarmt hatte.
Opfer schweigen aus Angst
Die Folter und Misshandlung von Homosexuellen und Transsexuellen sei von einer "Verschwörung des Schweigens" umgeben. Die Betroffenen schwiegen oft, weil sie Angst vor Rache oder vor Öffentlichkeit hätten. In Polizeistationen und Gefängnisse seien Homosexuelle nicht nur körperlich besonders gefährdet, sie würden oft auch psychischer Gewalt ausgesetzt.
Von den Behörden müsse die Botschaft ausgehen, dass Folter und Misshandlung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht hinnehmbar seien, verlangte amnesty.
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