Donnerstag, 21. Juni 2001

PDS soll sich bei DDR-Regimeopfern entschuldigen

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hat eine erneute große Koalition nach den Neuwahlen in Berlin ausgeschlossen. Er sei zwar nicht prinzipiell gegen eine große Koalition, aber mit "dieser CDU" sei ein weiteres Bündnis nicht möglich, sagte Wowereit.

Er wolle nicht zwangsläufig eine Koalition mit der PDS, unterstrich der Bürgermeister erneut, "es gibt Konstellationen wie eine Ampelkoalition, oder es kann zu Rot-Grün reichen", fügte Wowereit hinzu. Er habe aber immer gesagt, dass spätestens 2004 die Berliner SPD die Frage mit der PDS hätte klären müssen. "Wenn immer nur eine große Koalition herauskommt, die dann auch nichts mehr zu Wege bringt, (...) dann kann es so nicht mehr weiter gehen", so Wowereit wörtlich.

Der Regierende Bürgermeister forderte die PDS auf, sich von der DDR zu distanzieren und sich bei den Opfern zu entschuldigen. Außerdem müsse die PDS in der Bundesrepublik ankommen wollen, sagte er. Ihm reiche es nicht aus, wenn die Partei aus taktischen Gründen eine Erklärung dazu abgebe und sich distanziere.

21.6.2001 08:55