Therapeutisches Klonen soll fix verboten bleiben

In Frankreich soll die Forschung an "überzähligen" Embryos erlaubt, das therapeutische Klonen aber verboten werden. Die französische Regierung brachte einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg, der Anfang kommenden Jahres der Nationalversammlung vorgelegt werden soll.
Demnach soll den Wissenschaftern unter Auflagen die Forschung an überzähligen Embryos erlaubt werden, die bei der künstlichen Befruchtung entstehen. Das therapeutische Klonen hingegen, bei dem Embryos eigens für den Zweck der Entnahme von Stammzellen gezeugt und dann getötet werden, soll verboten werden. Schätzungen zufolge gibt es in Frankreich Zehntausende eingefrorene Embryos, die nicht mehr für künstliche Befruchtungen benötigt werden.
Großbritannien hatte im Januar als erstes Land der Europäischen Union das therapeutische Klonen erlaubt. Es ist höchst umstritten, weil es als erster Schritt zum Klonen von Menschen angesehen wird. Embryonale Stammzellen sind derzeit eines der viel versprechendsten Forschungsfelder der Biomedizin.
Die Wissenschafter hoffen, aus Stammzellen Gewebe und Organe etwa für Nieren- und Leberkranke sowie Herz- und Alzheimerpatienten züchten zu können. So ließe sich nach Bedarf Zell- oder Organersatz erzeugen, ohne auf Transplantationen zurückgreifen zu müssen.
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