Mittwoch, 20. Juni 2001

Zwei Verdächtige mit Funksender u. Fernglas verhaftet

Nach den Bombenattentaten in Tschetschenien am Dienstag hat die russische Polizei zwei mutmaßliche Täter festgenommen. Die verdächtigen Männer aus der tschetschenischen Hauptstadt Grosny hätten einen Funksender und ein Fernglas bei sich gehabt, teilte das Innenministerium mit.

Die Agentur Interfax meldete am Mittwoch, nach den Explosionen von drei Autobomben am Dienstag in der zweitgrößten tschetschenischen Stadt Gudermes habe sich die Zahl der Todesopfer auf drei erhöht.

Mindestens 13 weitere Opfer schwebten nach der Anschlag-Serie in der von Russland abtrünnigen Kaukasusrepublik in Lebensgefahr. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit 37 angegeben. Die Täter hatten fast zeitgleich Sprengsätze neben dem Gerichtsgebäude, der Polizeizentrale und der Staatsanwaltschaft von Gudermes explodieren lassen. Der Polizei gelang es, eine vierte Autobombe zu entschärfen.

In ihrem Partisanenkrieg gegen die russischen Streitkräfte haben mutmaßliche tschetschenische Rebellen in den vergangenen Monaten wiederholt Autobomben eingesetzt und dabei Dutzende Zivilisten getötet.

20.6.2001 09:05