Montag, 18. Juni 2001

Gehrer: Mit Boykott tut man Studenten nichts Gutes

Bildungsministerin Elisabeth Gehrer warnt die neue grün-rote Führung der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) vor einem Chaos. Den Boykottaufruf der ÖH in Sachen Studiengebühren sieht sie zwar gelassen, sagt aber: "Es muss das Anliegen der Vertreter der Studierenden sein, dass die Einhebung der Studiengebühren reibungslos abläuft."

"Wenn es ein Chaos gibt, dann sind die verantwortlich, die es hervorrufen", so Gehrer weiter. Und: "Ich halte das nicht für zielführend. Man tut den Studierenden nichts Gutes, wenn man zu solchen Aktionen aufruft."

Die Ministerin stellt klar: Die Studiengebühren würden keinesfalls rückgängig gemacht. "Wir haben diesen Auftrag und setzen das jetzt um. Nächste Woche erhält jeder Studierende seinen Erlagschein." Gehrer will jedenfalls, "dass kein Student ein Semester verliert", betont sie. Bei Nichteinzahlung der 5.000 S bis Ender der Inskriptionsfrist wäre das aber die Folge.

18.6.2001 18:34