Reparaturen nähern sich dem Ende

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Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin soll nach dem 21. Juli seinen Probebetrieb wieder aufnehmen. Nachdem die Reparaturen mittlerweile fast abgeschlossen seien, würden nach dem Neustart der Probelauf und die Tests bei 55 Prozent der nominalen Leistung des Reaktors fortgesetzt werden.
Das erklärte der Vorstandsvorsitzende des Tschechischen Energiekonzerns (CEZ), Jaroslav Mil, am Dienstag auf der CEZ-Generalversammlung in Prag.
Die Turbine in Temelin hatte nach einer Serie von Störfällen abgeschaltet und die Kettenreaktion des Reaktors gestoppt werden müssen. Der CEZ führt nun mehrere Reparaturen im nicht atomaren Teil des Kraftwerkes durch, darunter den Austausch von Regulationsventilen, die starke Vibrationen der Rohrleitungen verursacht hatten. Ernste Probleme gab es auch mit dem Rotor der Turbine.
Im September will CEZ dann auch den, ursprünglich bereits für Mai/Juni geplanten, kommerziellen Betrieb des ersten Reaktorblocks von Temelin aufnehmen. Der zweite Reaktor soll seinen Probebetrieb 2002 aufnehmen, wobei die Beladung mit den Brennstäben noch bis Ende dieses Jahres erfolgen sollte.
20.000 Tschechen verlieren Jobs
Der nächste Paukenschlag in der Causa Temelin: 20.000 Tschechen, die in drei Kohlekraftwerken arbeiten, verlieren ihre Jobs! Obwohl erst Millionen in die Aufrüstung gesteckt wurde, werden die Werke geschlossen, sobald das Atomkraftwerk Strom liefert. Es regen sich erste Proteste. Österreichs geplante Länderklage gegen Temelin hat laut Experten kaum Chancen auf Erfolg.
Völkerrechtler Rotter zeigt sich skeptisch über eine Länderklage gegen das südböhmische AKW Temelin. Das Entscheidende sei der Sachbeweis, es brauche den Beweis der Gefährlichkeit des Kraftwerkes und dies könne nur von Gutachtern gemacht werden, erklärte Rotter Montag Abend in ZiB-2.
Solche Gutachter, so Rotter, würden aber nicht so leicht aufzutreiben sein. Offen sei auch, wer klageberechtigt sei. Es sei auch zu bezweifeln, ob sich Betreiber von einer Klage, die erst nach Schadensfall schlagend wirke, beeindrucken lassen, meinte der Völkerrechtler.
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