Polizeistreife fand versteckten Sprengkörper

Erstmals seit der Ausrufung einer Waffenruhe zwischen Israel und den Palästinensern ist in der nord-israelischen Stadt Haifa eine vermutlich von Terroristen gelegte Rohrbombe entdeckt worden. Eine Polizeistreife fand den Sprengkörper im Gepäckfach eines Motorrads versteckt in der Innenstadt von Haifa. Die Bombe wurde durch eine kontrollierte Explosion unschädlich gemacht.
Auch in der Nähe von Nablus im Norden des Westjordanlandes wurde eine Bombe entdeckt. Die israelische Regierung hatte darauf gedrungen, dass Palästinenserpräsident Yasser Arafat im Rahmen der von beiden Seiten am vergangenen Mittwoch akzeptierten Waffenruhe auch mehrere Dutzend bekannte Extremisten und mutmaßliche Terroristen festnimmt, die an einer Serie schwerer Bombenanschläge in Israel beteiligt gewesen sein sollen. Arafat lehnt dies strikt ab.
Zuletzt hatte sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter am 1. Juni vor einer Discothek am Strand von Tel Aviv in die Luft gesprengt und dabei 20 jungen Israelis mit in den Tod gerissen. Unter starkem öffentlichen Druck und Vermittlung von Bundesaußenminister Joschka Fischer erklärte Arafat sich daraufhin zu einer Waffenruhe bereit.
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