Freitag, 15. Juni 2001

Tomb Raider, Shrek, Dr. Doolittle 2 & Jurassic Park 3

Die Top-Filme des Sommers

Sie schießt, sie rennt, sie ist clever, sie trägt Lederpants, aber vor allem: Sie ist unglaublich sexy. Die Rede ist von Lara Croft alias Angelina Jolie, virtuelles Sexsymbol und Hauptsensation im heurigen Kinosommer.

Tomb Raider heißt das dazugehörige Kinoprojekt, das ab 29. Juni auch in unseren Kinos zu sehen ist. Und Jolies toughe Mission beginnt genau dort, wo das dritte Tomb-Raider-Spiel sein Ende nimmt: In Ägypten, am Nordpol und sonstwo auf der Welt sucht die toughe Lara, die mit ihren athletischen Stunts auch für hormonelle Verwirrung sorgt, den legendären Schild des Achill und reinigt nebenbei den Globus von Erzbösewichten.

Dass die adrenalinbetonten Action-Sequenzen in Tomb Raider für Angelina Jolie mit Erotik verbunden sind, bestätigte die Profi-Exzentrikerin im TV-MEDIA-Interview in Los Angeles: "Das Gefühl, als ich mich da so durch die Lüfte katapultierte, war aufregender als ein richtiger Orgasmus!" Da dürfen wir uns ja auf etwas gefasst machen.

Monster auf Erfolgskurs
Im heurigen Kinosommer werden wir aber nicht nur von Angelinas Reizen in den Bann gezogen – Top-Regisseur Steven Spielberg meldet sich – seit Der Soldat James Ryan beinahe schon in Vergessenheit geraten – gleich mit drei Projekten zurück. Ab 6. Juli wirft Spielbergs DreamWorks-Studio "Shrek – Der tollkühne Held" (i.B.) in die Kino-Szenerie. Zu sehen ist die Geschichte des grünen Knuddel-Quasimodos Shrek, der dem kleinwüchsigen Lord Farquar Prinzessin Fiona zuführen soll. Zu dumm: Shrek verknallt sich selbst in die Schöne, und Ungehorsamkeit goutiert der böse Farquar rein gar nicht.

Erstmals sind sich auch Spielbergs DreamWorks-Kollegen Jeffrey Katzenberg und David Geffen sicher, mit Shrek einen Coup gegenüber Dauerkonkurrent Disney gelandet zu haben: Der Gnom führt mit 2,2 Milliarden Schilling Einspielergebnis nach nur drei Wochen die US-Hitlisten an – und verspricht auch bei uns ein bombastischer Erfolg zu werden.

Die Dinos kommen!
Wenn die Dinos in Jurassic Park 3 ab 3. August wieder über die Leinwand trampeln, ist dies indirekt auch auf Spielberg zurückzuführen. Zwar nicht in obligater Manier – die Regie übernahm diesmal Jumanji-Regisseur Joe Johnston, Steven fungiert als Produzent. Und – so hört man es unter Insidern zwitschern – Teil 3 soll seine Vorgänger punkto blutige Hardcore-Szenen noch übertrumpfen: Im Dschungel von Hawaii nimmt das Gemetzel seinen Anfang, auf dem amerikanischen Festland geht der Dino-Krieg weiter, wo Tea Leoni und Sam Neill mit den blutrünstigen Viechern so ihre liebe Not haben.

Ein "E. T." zur Potenz
Und last, but not least schwingt sich Spielberg auch noch aufs Regie-Podest. Der verwichene Regie-Gigant Stanley Kubrick hatte bereits Ende der 70er für den Sci-Fi-Streifen "Artificial Intelligence" das Skript verfasst, wollte aber warten, bis die Spezialeffekte auf seinen dafür gewünschten Level aufgerüstet sind. Steven hatte den Riecher und sprang auf. Ab 13. September erledigen dann Roboter mit künstlicher Intelligenz die Arbeit der Menschen. Doch eines der Stahlskelette entwickelt plötzlich Gefühle und möchte ein kleiner Junge sein. Wenn das nur gut geht.

Tierliebe
Ab 10. August schlüpft Tierspezialist Eddie Murphy erneut in den Arztkittel und palavert in "Dr. Dolittle 2" mit seinen haarigen Freunden. In der Fortsetzung fühlt sich der Komik-Kamikaze indes zu Höherem berufen: Er will den Regenwald retten und eine Bärenrasse vor dem Aussterben bewahren.
Roberts meets Pitt. Zwei Superstars in einem romantischen Abenteuer? – alles andere als das. Julia Roberts und Brad Pitt geben in "The Mexican" ein chaotisches Couple, wobei Pitt bei seinem Auftrag, eine antike Pistole zu klauen, permanent ins Fettnäpfchen tritt. Schließlich hat sie genug davon, verlässt den Volltrottel, wird aber auf dem Weg in ihr neues Single-Leben gekidnappt. So erleben wir zwei Hollywood-Ikonen einmal ganz anders. Ab 16. August bei uns.

Angriff der Japaner
Wem gebührt die Ehre, als Erster einen Film zu präsentieren, in dem ausschließlich am Computer generierte Menschen agieren? Wir hätten auf Ridley Scott oder vielleicht Tim Burton getippt. Nun, es sind aber die Japaner. 100 Millionen Dollar machte die japanische Firma Square Inc. locker und produzierte den Futuristic Thriller "Final Fantasy" (ab 17. 8. im Kino). Darin geht es um eine Wissenschaftlerin, die mit ihrer Privatarmee die Invasion feindlicher Aliens im Jahre 2065 abwehrt…

Im Land der Affen
Und ab 31. August darf tatsächlich Tim Burton sein Können unter Beweis stellen. Nur tut er dies nicht mit Aliens, sondern mit Affen. Burton lässt in "Planet der Affen" die haarigen Viecher über Mutter Erde herrschen und menschliche Charaktereigenschaften annehmen. Der Clou dabei: George Clooney spielt so einen bösen Primaten – allerdings schwer erkennbar.

15.6.2001 09:02