Satirenkomödie (Sa, ORF 1, 20.15 Uhr)

Der Englischlehrer Howard Brackett (Kevin Kline) ist fassunglos: Sein ehemaliger Schüler Cameron Drake (Matt Dillon) gewinnt den Oscar. Und bezeichnet seinen Förderer in der Dankesrede als schwul! Dabei steht Howard kurz vor der Hochzeit mit Langzeit-Verlobter Emily ...
Tom Hanks bedankte sich 1994 nach seiner Auszeichnung mit dem Darsteller-Oscar für Philadelphia ausdrücklich bei seinem homosexuellen Lehrer – und regte so ungewollt diese Mittelwest-Kleinstadtsatire an.
Ähnliche Ausgangssituation, allerdings mit entscheidendem Unterschied:
Als die Bewohner von Greenleaf, Indiana, der Oscarverleihung an Cameron Drake (Matt Dillon) begeistert im TV zusehen – er stammt aus dem Ort –, sorgt der für einen Eklat: Er bezeichnet seinen Förderer, den Englischlehrer Howard Brackett (Kevin Kline), als schwul! Nicht in böser Absicht, doch das Städtchen ist schockiert wie Howard selber, der kurz vor der Hochzeit mit seiner langjährigen Verlobten Emily (Joan Cusack) steht. Man tuschelt, dass sich der Poesie- & Streisand-Fan doch ziemlich feminin bewege; und ein bekennend schwuler Reporter (kein anderer als Tom „Macho“ Selleck) heftet sich an seine Fersen. Und Brackett? Ist zunehmend verwirrt: homosexuell – oder doch nicht?
Sehr unterhaltsamer Einbruch des Tabuisierten ins Spießbürgeridyll!
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