Briten und Amis kaufen sich am liebsten ein

Insgesamt 44,97 Prozent des Kapitals der 65 größten börsennotierten Gesellschaften Europas befinden sich in den Händen von ausländischen Betrieben. Der größte Anteil von 22,95 Prozent ist im Eigentum von Briten und US-Amerikanern. Dies ergibt eine Studie des US-Instituts Georgeson Shareholder. Auch "kleine" europäische Länder wie Finnland oder die Niederlande ziehen internationale Investoren an.
Die berücksichtigten Betriebe sind im Pariser Börsenindex CAC 40 und im Euro Stoxx 50 notiert und stellen gemeinsam eine Börsenkapitalisierung von 2.570 Mrd. Euro (35,4 Bill. S) dar. Die finnische Nokia etwa befindet sich zu 90 Prozent in ausländischer und zu 50 Prozent in angelsächsischer Hand. Die niederländischen Gesellschaften ING, Philips, Ahold, Unilever, Royal Dutch, ABN AMRO, KPN sind zu 58,97 Prozent Eigentum von Ausländern und zu 37,58 Prozent Eigentum von Amerikanern oder Engländern.
Die in den Händen von ausländischen Betrieben befindlichen Aktien erreichen einen Wert von 1.154,54 Mrd. Euro. In den Händen von Briten und US-Amerikanern befinden sich 22,95 Prozent dieser Aktien, was einem Wert von 589,127 Mrd. Euro darstellt. Nach Angaben der Banque de France gehörten Ende 2000 insgesamt 37,5 Prozent der Pariser Börse Nicht-Franzosen.
In Frankreich sind - abgesehen von France Telecom und Orange, die mehrheitlich dem Staat gehören - 45,57 Prozent der Gesellschaften des CAC 40 in ausländischer Hand. Die Versicherungsgesellschaften Dexia und AGF-Allianz etwa sind zu je 74,3 und 74,4 Prozent Eigentum von Ausländern, TotalFinaElf zu 65 Prozent, Vivendi Universal zu 61,6 Prozent, Michelin zu 48 Prozent, Danone zu 47 Prozent, L'Oreal zu 20 Prozent und Bouygues zu 25 Prozent.
Die 12 in der Studie berücksichtigten bundesdeutschen Firmen - darunter Deutsche Bank, Deutsche Telekom, E.ON, Siemens, Bayer, DaimlerChrysler, Dresdner Bank und RWE - befinden sich zu 40,72 Prozent in nichtdeutscher Hand, und zu 20,16 Prozent in britischer oder US-amerikanischer Hand. Bei den sechs italienischen Unternehmen - San Paolo IMI, ENI, Generali, Unicredito, Telecom Italia und ENEL - beträgt der Ausländer-Anteil 25,66 Prozent (14,31 Prozent Angelsachsen). Die spanischen Gesellschaften BSCH, Endesa, Repsol YPF gehören zu 43,65 Prozent Ausländern (25,29 Prozent Angelsachsen).
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