Mittwoch, 13. Juni 2001

Sommergeschäft wird ebenfalls brummen

Die touristische Wintersaison 2000/01 war ein Bombengeschäft. Vorläufige Berechnungen ergeben ein Umsatzplus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und der Sommer läßt auf ebenso erfreuliche Zahlen hoffen.

Sie erreichten damit eine Größenordnung von rund 112,1 Milliarden Schilling (8,14 Milliarden Euro). Die Nachfrage der Inländer fiel im Durchschnitt der Wintersaison schwächer aus als die der ausländischen Gäste. Mit dem bisher vorliegenden Ergebnis kann in Bezug auf die abgelaufene Wintersaison ein positiver Schlussstrich gezogen werden, zeigte sich Tourismus-Staatssekretärin Marès Rossmann erfreut. Das Tourismuswachstum des Winterhalbjahres 2000/01 beschleunigte sich sogar etwas gegenüber dem positiven Trend im Kalenderjahr 2000 (+5,5%).

Sommergeschäft wird ähnlich zunehmen, wie das Winter-Plus
Das Umsatzwachstum in der Sommersaison wird eine ähnliche Dynamik wie in der abgelaufenen Wintersaison aufweisen. Für das Kalenderjahr 2001 wird eine Umsatzwachstumsrate von 6% erwartet. Damit erreichen die Tourismusumsätze die neue Rekordmarke von 223,2 Milliarden Schilling (16,22 Milliarden Euro).

Wachstum hinkt dem internationalem Schnitt hinterher
Trotz der erfreulichen Ergebnisse muss festgehalten werden, dass der österreichische Tourismus zur Zeit schwächer wächst als die internationalen Tourismus- und Freizeitmärkte und deshalb Marktanteilsverluste in Kauf genommen werden müssen. Wirksame Möglichkeiten, das internationale Wachstumspotenzial zu nutzen, wären eine intensivere Kooperationstätigkeit sowie eine Forcierung der Innovationen.

Nächtigungssteigerung nach Herkunftsländern
Von den einzelnen wichtigen Herkunftsländern expandierten die Nächtigungen der US-Amerikaner, Spanier, Briten, Japaner Schweizer und der Niederländer relativ kräftig, die der deutschen Gäste unterdurchschnittlich. Die Übernachtungen der Franzosen waren stark rückläufig, jene der Belgier stagnierten.

Nationaler Sieger: Burgenland
Eindeutiger Gewinner der Wintersaison war das Burgenland mit einem Umsatzzuwachs von 16,4%. Der Rest reiht sich folgendermaßen:
Tirol (+9,7%)
Steiermark (+8,4%)
Kärnten (+4,3%)
Wien (+3,9%)
Salzburg (+3,4%)
Oberösterreich (+3,2%)
Niederösterreich (+2,0%)
Vorarlberg (+1,2%)

13.6.2001 17:11