Umweltgruppen machten Druck

Diskutieren Sie mit! AKW Temelin
Der E.ON-Vorstandsvorsitzende Ulrich Hartmann hat den Ausstieg der E.ON aus dem Stromliefervertrag mit dem tschechischen AKW Temelin verteidigt. Sachlich zwar falsch, für das Unternehmen aber emotional richtig, meinte Hartmann, schließlich hat E.ON einen Ruf zu verlieren.
Es sei von Umweltgruppen unglaublich Stimmung gegen seinen Konzern gemacht worden. Da man aber mit E.ON Bayern derzeit den größten deutschen Regionalversorger aufbaue und dabei Erfolg und Akzeptanz benötige, habe man auch auf Emotionen Rücksicht nehmen müssen, erklärte der Konzernchef. Bei Bekanntgabe des Ausstiegs hatte E.ON unter Hinweis auf die "eigenständige Entscheidung zweier Vertragspartner" noch jede offizielle Begründung der Entscheidung abgelehnt.
Trotz gestiegener Strompreise verdiene der Düsseldorfer E.ON-Konzern im Stromgeschäft derzeit immer noch nicht die Kapitalkosten. Erst im kommenden Jahr sei zu erwarten, dass man die Kapitalkosten von sieben Prozent nach Steuern erreichen werde.
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