Obwaller stach bei Tour heimische Asse aus

Hans Peter Obwaller hat sich bei der Bank-Austria-Tour einen Namen gemacht. Der Salzburger galt vor dem Start eher als Helfer von Maurizio Vandelli im steirischen Stabil-Team. Als Gesamt-Zweiter stellte er nicht nur den Italiener, sondern auch alle seine höher eingeschätzten Landsleute in den Schatten.
"Diese Platzierung ist für mich ein Riesenerfolg", freute sich Obwaller, der am Schlusstag der Rundfahrt seinen 30. Geburtstag feierte.
Kletter-Spezialist
Die Kletter-Qualitäten des Pinzgauers sind seit Jahren bekannt, doch der dreifache ÖRV-Bergmeister wollte mehr. Seit November arbeitet er mit dem Stabil-Trainer Toni Beretzki nach einem für Straßen-Radsportler neuem Programm mit dem Ziel, sich im Hinblick auf Etappenrennen zu verbessern. "Ich bin jetzt auch über mehrere Tage extrem stabil", sagt der Niedernsiller, der das Qualitätstraining auf dem Ergometer absolviert.
Kitzbühler Horn entscheidend
Besonders gefreut hat ihn und seinen Betreuer, dass die Formplanung exakt gepasst hat. Nach dem achten Rang im Vorjahr (viertbester Österreicher) hat "HP" bei der vorentscheidenden Attacke einer Gruppe am Montag und als Vierter auf dem Kitzbühler Horn den Grundstein zu seinem größten Erfolg gelegt. Seine gute Form will Obwaller über die Staatsmeisterschaften in zwei Wochen in Tirol bis zum Uniqa-Classic (11.-14.Juli) ausdehnen.
Neuer Lokalmatador
Vor dem Classic absolviert er noch das Alpentour-Rennen mit dem Mountainbike. Das könnte auch künftig sein wichtigster fahrbarer Untersatz sein. Der Salzburger hat zwar Gespräche mit deutschen Sportgruppen der zweiten Division geführt, besitzt aber auch Angebote von zwei Mountainbike-Teams. Obwaller könnte den neuen Marathon-Weltcup bestreiten und bei der WM 2002 in Kaprun in die Rolle des so dringend benötigten Lokalmatadors schlüpfen.
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