Niederländer kündigt Berufung an

Frank de Boer, Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft, ist von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wegen Dopings für ein Jahr gesperrt worden. Der Verteidiger des FC Barcelona wollte gegen die Sperre Berufung einlegen.
Bei de Boer war bei einem Test am 15. März ein überhöhter Wert des verbotenen Mittels Nandrolon (8,6 Nanogramm pro Milliliter bei einer Norm von 2,0) festgestellt worden. Auch die Gegenprobe hatte im Mai einen überhöhten Wert (7,6 Nanogramm) ergeben. De Boer hat nachdrücklich jedes Doping bestritten. Er habe lediglich Vitamin-Präparate eingenommen, erklärte er.
Wie De Boers Anwalt sagte, werde sein Mandant nicht nur gegen das UEFA-Urteil berufen, sondern es werde auch erwogen, vor ein Zivilgericht zu gehen. Noch bei der Ankunft zur Verhandlung über seinen Fall hatte sich De Boer optimistisch geäußert. Experten hätten ihm versichert, dass die von der europäischen Fußball-Union (UEFA) angewendete Messmethode unzuverlässig sei.
Das Urteil hätte zur Folge, dass der Barca-Verteidiger nicht an der WM-Endrunde 2002 in Japan und Südkorea teilnehmen könnte. Auch für das wichtige Quali-Spiel im September in Dublin gegen Irland steht er voraussichtlich nicht zur Verfügung. Wann über seine Berufung verhandelt wird, konnte sein Anwalt nicht sagen.
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