Kartnig-Aussagen beschäftigen Grazer Landtag

Jetzt hat es Sturm-Präsident Hannes Kartnig sogar in den Steiermärkischen Landtag geschafft. Nicht er selbst, aber seine angeblich rassistischen Äußerungen standen zur Diskussion.
Die Grünen wollten eine Verurteilung erreichen, was von ÖVP und FPÖ verhindert wurde. Damit kam der wortgewaltige Sturm-Präsident um eine quasi öffentliche Maßregelung herum.
"Wenn einen Perser, dann einen Teppich"
Die Grünen warfen Kartnig in einem Entschießungsantrag "alltagsrassistische und populistische Äußerungen" vor, die dem Ansehen des Fußballs schadeten und die Menschenwürde verletzten. Angeführt wurden Ausdrücke wie "Jugo-Partie", "Negermannschaft" und im Zusammenhang mit der Weiterverpflichtung des Iraners Mehrdad Minavand der Spruch: "Wenn noch einen Perser, dann nur einen Teppich".
Unverhältnismäßige Reaktion
Das Ansinnen der Grünen, dass die Landesregierung diese Äußerungen des Sturm-Präsidenten mit Entschiedenheit verurteilen und das Land sich darüber "besorgt" zeigen solle, fand schließlich keine Mehrheit - es wurde nur von der SPÖ unterstützt. Die ÖVP argumentierte sinngemäß, dass man die Aussagen zwar nicht teile, dass aber eine derartige Reaktion der Landesregierung unverhältnismäßig wäre.
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