Der "Tiger" ist der absolute Favorit

Tiger Woods, wer sonst? Der US-Star gilt für die am Donnerstag auf der Par 70-Anlage des Southern Hills Country Club in Tulsa beginnenden 101. US-Golf-Opfen als Bankentipp unter den 156 Startern. Die Dominanz spricht klar für Woods, die Statistik allerdings gegen ihn.
Seit 1989 gelang es nämlich keinem Spieler mehr, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Der bisher Letzte, dem diesen Kunststück gelang, war Curtis Strange.
Alle spielen gegen einen
"Ich bin kein Dummkopf. Tiger ist der große Favorit, das ist alles, was man an Prognosen anstellen darf. Aber es gibt daneben auch eine Reihe von Spielern, die das Zeug zum Gewinnen besitzen", sagt Woods-Landsmann Strange, der am Wochenende die Generalprobe in Memphis als Fünfter beendet hat. Der Südafrikaner Ernie Els, im Vorjahr gemeinsam mit Miguel-Angel Jimenez (ESP) Zweiter der US Open fügt hinzu: "Alle spielen gegen einen. Tiger wird gewinnen oder weiß jemand einen anderen?"
Preisgeld: 14,6 Millionen Schilling
Noch ein interessantes Detail zu den Titelverteidigern der US-Open. Seit 1991 hat sich keiner von ihnen im darauffolgenden Jahr unter den ersten 40 platziert! Woods, der heuer fünf seiner sechs bestrittenen Turniere gewann, hat trotz seiner Jugend bisher schon sechs Major-Titel, davon zuletzt vier in Serie, in der Tasche, aber er hat davon noch keinen erfolgreich verteidigt. Gelingt ihm das jetzt, dann würde er mit dem Preisgeld von 900.000 Dollar (14,6 Mio. S/1,06 Mio Euro) fürstlich belohnt.
Sieben US Open-Champions am Start
Woods, der das Turnier in Memphis ausgelassen, aber davor in Dublin (Ohio) triumphiert hatte, fühlt sich für die US Open gut gerüstet. "Das Memorial Tournament gab mir die Zuversicht, dass ich jetzt genauso siegen kann wie schon so oft in der Vergangenheit", sagte der Kalifornier und sieht der Konkurrenz gelassen entgegen. In Tulsa sind heuer mit Lee Janzen (1998, 1993), Ernie Els (1997, 1994), Steve Jones (1996), Corey Pavin (1995), Tom Kite (1992), Hale Irwin (1990) und eben Woods sieben frühere US Open-Champions mit von der Partie.
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