Montag, 11. Juni 2001

Neues zum Saisonauftakt

Wer wird Meister in der Saison 2001/02?
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Der LASK strebt mit dem neuen Chef-Trainer Frantisek Cipro den direkten Wieder-Aufstieg in die Fußball-max.Bundesliga an. Bei Sturm Graz herrscht ein Kommen und Gehen. Und die Wiener Austria sieht einen Europacup-Platz als Ziel der neuen Saison.

Die Linzer präsentierten am Montag den ehemaligen Coach des FC Tirol, der zuletzt Sportdirektor bei Slavia Prag war, als Nachfolger von Hans Kondert. Neuer Co-Trainer ist der frühere ÖFB-Teamspieler Dieter Mirnegg. Ob Cipro, der für ein Jahr mit Option auf eine weitere Zusammenarbeit unter Vertrag genommen wurde, auf die Stützen des bisherigen Teams bauen kann, ist noch nicht klar. Frigaard und Grassler würden gerne zu Klubs der obersten Spielklasse wechseln, dazu ist auch die Zukunft von Kiesenebner, Feiersinger und Mehlem noch fraglich. Der Koreaner Kang wird nicht mehr im Linzer Stadion zu sehen sein und auf der Torhüterposition steht eine Entscheidung noch aus.

Radikaler Umbau bei Sturm
Charles Amoah (bis Beginn der kommenden Woche beim Nationalteam) und Mehrdad Minavand (blieb unentschuldigt fern, hat zudem bei Präsident Hannes Kartnig nicht mehr die besten Karten) fehlten in Messendorf. Markus Schopp (dessen Entscheidung, ob er zum Jahresende seine Ausstiegsklausel nützen will, noch aussteht) hatte einen Tag länger Urlaub bekommen. Gibert Prilasnig verhandelte mit Heinz Schilcher, der Teamspieler wird das vorliegende Angebot zur Vertragsverlängerung aber nicht annehmen. Ebenfalls nicht dabei waren die beurlaubten Markus Schupp, Josef Schicklgruber und der zukünftige BNZ-Chef Franco Foda. Für Jan-Pieter Martens, Tomislav Kocijan, Sergej Juran, Alexander Späth, Emmanuel Atangana und den deutschen Torhüter Thorsten Breitwieser (wurde getestet) entfiel die Reise ins Gesundheitszentrum, für sie gab es in Graz unter Co-Trainer Rupert Marko ein eigenes Programm.

Doch wieder mit Vastic?
Ivica Vastic, der Abwanderungsgelüste gezeigt hatte, war hingegen so wie die Neuzugänge Horst Heldt, Jochen Kientz, Arnold Wetl und Martin Pregelj mit dabei. Der Chilene Francisco Rojas soll am Mittwoch nach Graz kommen. Für die beiden Deutschen Heldt und Kientz, die gemeinsam angereist waren, ist Sturm unisono "ein Top-Adresse, das hat sich auch in der Champions League gezeigt." Heimkehrer Arnold Wetl trat seinen Dienst mit "einem Stammplatz als Ziel" an. Am Donnerstag gibt es im ersten Testspiel gegen Arnfels Gelegenheit die neue Sturm-Mannschaft zu sehen.

Arie Haan ist optimistisch
"Wir wollen einen schönen Fußball spielen, dafür ist die Austria ja schließlich bekannt. Wenn das klappt, was wir vorhaben, dürfen sich die Fans auf einiges freuen", meinte Sportdirektor Arie Haan, unter dessen Obhut auch erstmals die beiden Neuzugänge Zoran Pavlovic (Dinamo Zagreb) aus Slowenien und Rodolfo Moya (Universidad Catolica) aus Chile trainierten.

Datoru wieder dabei
Mit George Datoru, der nach seinem Gastspiel bei der Admira wieder nach Favoriten zurück gekehrt ist, bekamen die Zaungäste beim Ankick der "Veilchen" zusätzlich einen alten Bekannten zu Gesicht. "Es sollen noch zwei weitere Neue kommen", kündigte Haan an, der von der ersten Minute an mit dem Ball trainieren ließ. Erstmals Kampfmannschaft-Luft durften die Youngsters Alexander Lembeck und Philipp Katzler schnuppern, das Duo ist mit Trainingsbeginn von den Amateuren in die erste Mannschaft aufgestiegen.

Tirols Trainingsauftakt ohne Zwyssig
Ohne Neuzugang Marco Zwyssig, aber dafür mit den beiden Testspielern Robert Ibertsberger und dem Argentinier Javier Abaud nahm Österreichs Fußball-Meister FC Tirol am Montagnachmittag das Training für die neue Saison auf. Während der Schweizer Teamspieler, der in seiner Heimat zum Verteidiger des Jahres gewählt wurde, noch eine Woche Urlaub hat, war der Kader von Tirol-Coach Kurt Jara sonst vollständig im alten Tivoli-Stadion versammelt.

Interesse an Ibertsberger
Zwyssig, ein 30-jähriger Innenverteidiger, der den zu Kaiserslautern abgewanderten Alex Knavs ersetzen soll, kostete den Innsbruckern dank einer Ausstiegsklausel für das Ausland nur eine Ablösesumme von rund 2,7 Millionen Schilling. Durchaus möglich also, dass sich im Hinblick auf die Champions League-Qualifikation noch etwas auf dem Transfermarkt tut. An Robert Ibertsberger, der in der vergangenen Saison von Venezia an Sturm verliehen war, besteht jedenfalls Interesse. "Derzeit liegen wir aber noch weit auseinander", meinte Kurt Jara zu den Verhandlungen mit dem italienischen Aufsteiger. Torhüter Heinz Weber fehlte hingegen nach seiner Zwangs-Rückkehr aus St. Pauli. Das erste Testspiel bestreiten die Tiroler, die in der Vorbereitung auf ein Trainingslager verzichten, am Dienstag in Bahlingen.

11.6.2001 16:03