Bank-Austria-Tour vor weiterer Aufwertung

·Übersicht
Alle Etappenpläne als Diashow
·Rad ABC
Von Abstellen
bis Zielfilm
Schade, die Bank-Austria-Tour 2001 hat zwei ihrer Topstars verloren. Der Belgier Frank Vandenbroucke, der Gesamtsieger von 1996, sagte sein Antreten wegen einer Achillessehnen-Reizung ab. Und auch Ex-Weltmeister Oscar Freire kommt nicht zum Start am Montag in Dornbirn.
Der Spanier, der sich 1999 das Regenbogen-Trikot gesichert hatte und im Vorjahr WM-Dritter war, scheint nicht im Aufgebot des Mapei-Teams auf. Der Top-Rennstall entsendet neben dem steirischen Neoprofi Bernhard Eisel aber den Italiener Daniele Nardello, der 1997 die Rundfahrt gewonnen hatte.
Verlust für das Rennen
Gerhard Schönbacher, der für die Verpflichtung der Teams zuständig ist, war am Samstag aus Italien noch nicht über die Absage informiert. Die Aufstellung war auf der Internet-Homepage von Mapei veröffentlicht worden. "Das ist natürlich schade und ein großer Verlust für unser Rennen. Aber wir sind bei solchen Absagen machtlos", erklärte Schönbacher. Mapei hatte das Kommen Freires zwei Tage zuvor noch schriftlich avisiert.
Aufstieg in höhere Kategorie
Die Bank-Austria-Tour 2001 hat dank eines aufgestockten Budgets einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Wenn die 53. Auflage der Österreich-Radrundfahrt am Montag in Dornbirn gestartet wird, stehen Fahrer aus immerhin sechs Teams der ersten Division am Start. Im Vorjahr waren es nur vier gewesen. Doch die Entwicklung geht weiter: "Vom Weltverband wurde der Plan an uns herangetragen, noch eine oder zwei Kategorien hinauf zu gehen", erklärte Tour-Direktor Rolf Slavik.
Bessere Besetzung
Die heimische Rundfahrt rollt heuer zum zweiten Mal in der Kategorie 2.3 (die Zwei steht dabei für Mehrtagesrennen). Ein Aufstieg auf 2.2 (wie etwa der Giro del Trentino) oder 2.1 (GP Midi Libre) würde eine noch bessere Besetzung garantieren, wegen der erhöhten Start- und Preisgelder aber auch eine beachtliche Aufstockung des Budgets von derzeit rund 10 Millionen S erfordern. Für Slavik ist eine Aufwertung dennoch schon im nächsten Jahr wahrscheinlich. Vorausgesetzt die Sponsoren ziehen mit.
Zäsur für heimische Teams
Eine höhere Kategorie würde aber auch für die heimischen Teams eine Zäsur mit sich bringen. Während diesmal immerhin die einzige ÖRV-Sportgruppe der Division drei, Stabil Steiermark (mit dem Tour-Mitfavoriten Maurizio Vandelli), sowie das Klubteam Elk Wien und eine Mixed-Mannschaft aus Bike Drive Linz/Volksbank Vorarlberg dabei sind, wären ab der Kategorie 2.2 nur noch Sportgruppen der Division eins und zwei startberechtigt.
Stars verwenden Ö-Tour zum Aufwärmen
Die Bank-Austria-Tour liegt mit ihrem traditionellen Termin in der ersten Juni-Hälfte unmittelbar vor der weitaus höherwertigen Tour de Suisse und im Vorfeld der Tour de France. Wie die zuletzt absolvierte Deutschland-Tour dient die Österreich-Rundfahrt vielen Spitzenfahrern daher nur als Vorbereitung auf wichtigere Rennen, ihr Ehrgeiz beschränkt sich daher meist nur auf einzelne Etappen. Dennoch denkt Slavik nicht daran, eine Terminänderung anzustreben. "In Wahrheit gibt es nur ein Rennen, wo alle voll fahren und das ist die Tour de France. Das wird man nicht ändern."
Dalai Lama in Österreich10:29
Frühstück mit Dalai LamaTibeter trifft Faymann und Schönborn zum Frühstück. Kanzler ohne Angst vor China-Protest.
Grand Prix von Monaco07:51
Monte Carlo dreht aufGP-Klassiker wird zum Reifen-Roulette. Die 70. Auflage hat gleich mehrere Favoriten.
